HSBC: Folgen der Katastrophe in Japan
Philip Poole, Global Head of Macro and Investment Strategy HSBC
In einer aktuellen Ausgabe von "New World Insights" von HSBC Global Asset
Management analysiert Philip Poole, Global Head of Macro and Investment
Strategy die Folgen der japanischen Katastrophe für die Finanzwelt:
Das Ausmaß der menschlichen Tragödie in Japan ist schwer zu verstehen und
die Zahl der Opfer steht noch lange nicht fest. Auch ist es noch zu früh, um den
ökonomischen Schaden zu beziffern. Die Situation bleibt vorerst ungewiss und
somit auch die Höhe der Kosten die der Wiederaufbau des Landes erfordern wird.
Die Hauptquelle der Ungewissheit liegt in der instabilen Lage des havarierten
Atommeilers.
Obwohl Japan nur noch die drittstärkste Wirtschaftsnation der Welt ist, bleibt die Bedeutung des Landes vor allem im regionalen Zusammenhang sehr gross. Der grösste Einfluss der Katastrophe in Japan auf die Weltwirtschaft besteht aber in den Auswirkungen auf die Risikobereitschaft der Investoren. Sinkt diese generell, kann das weltweite Folgen auf die Aktienmärkte haben. Hinzu kommt, dass die Krise in Japan nur eine der Krisen ist, die die Anleger derzeit beunruhigt. Die Entwicklung in den arabischen Ländern mit den Folgen für den Ölpreis und die weiterhin ungelöste Eurokrise spielen weiter eine Rolle.
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