Sarasin: Krise in der arabischen Welt und in Japan –Wie reagieren die Zentralbanken?
ALESSANDRO BEE, Ökonom bei der Bank Sarasin & Cie AG
Die Unsicherheit in der arabischen Welt und das Erdbeben in Japan dürften die
Rohstoffpreise auf einem hohen Niveau halten. Schwellenländer reagieren mit
Zinsanhebungen, Industriestaaten dürften eher vorsichtig bleiben.
Seit Wochen dominieren zwei Krisen die Schlagzeilen: Zuerst die Unruhen in der
arabischen Welt, dann das Erdbeben in Japan. Für die Zentralbanken stellt sich
die Frage, ob und wie sie auf diese Ereignisse reagieren sollen. Sie werden mit
großem Interesse verfolgen, wie sich die beiden Krisen auf die Rohstoffpreise
auswirken. Diese sind bereits vor dem Ausbruch der Unruhen in der arabischen Welt
stark angestiegen und haben zu einem Inflationsschub geführt, sowohl in den
Industriestaaten als auch in den Schwellenländern. Die Unsicherheit in der
arabischen Welt, der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur in Japan und die
Diskussion um eine Substitution der Kernenergie durch andere Energieträger
dürften den Erdölpreis auch in der Zukunft stützen.
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