Fidelity Marktkommentar: Demographischer Wandel erfordert Umdenken bei der Asset Allocation
Christof Quiring, Head of Pension Solutions bei Fidelity International
Der demographische Wandel stellt die sozialen Sicherungssysteme vor erhebliche
Herausforderungen und erfordert ein Umdenken bei den Investitionsentscheidungen.
Erste Auswirkungen auf den Güterabsatz und die Arbeits- und Kapitalmärkte sind
schon heute bemerkbar. Die Umstellung eines umlagefinanzierten auf ein kapital-
gedecktes Altersvorsorgesystem in Ländern mit alternden Gesellschaften muss mit
höchster Anstrengung vorangetrieben werden. Christof Quiring, Head of Pension
Solutions bei Fidelity International, nannte gestern anlässlich der Handelsblatt-
Konferenz "Betriebliche Altersversorgung 2011" zwei Handlungsempfehlungen für
die strategische Asset Allocation. Und Afrika rückt in den Fokus:
Empfehlung zwei: Beteiligung am Produktivvermögen erhöhen
"Eine höhere Beteiligung am Produktivvermögen ist die zweite Empfehlung. Alternde
Gesellschaften werden mehr Finanzkapital benötigen, um den Rückgang beim Faktor
Arbeit zu kompensieren und verstärkt in den technischen Fortschritt investieren
zu können. Das dafür notwendige Kapital ist in Ländern mit kapitalgedeckter Alters-
versorgung in höherem Maße vorhanden als in Ländern mit einer umlagefinanzierten
Altersversorgung. Mit einem professionellen Anlage- und Risikomanagement können
Anleger unter den genannten Voraussetzungen von der ökonomischen Machtverschiebung
von den Industrieländern zu den Emerging Markets, der Versorgung einer steigenden
Weltbevölkerung mit Energie, Nahrungsmitteln und Wasser, von Urbanisierung und
Infrastrukturinvestitionen profitieren. Um dies weiter voranzutreiben, müssen
Rahmenbedingungen geschaffen werden, die größere Risikobudgets für höhere Aktien-
quoten ermöglichen. Dafür ist auch eine entsprechende Risikoeinstellung bei den
Entscheidungsträgern notwendig. Die geplanten Regelungen von Solvency II gehen
genau in die entgegengesetzte Richtung."
Langfristiger Investitionsfokus: Afrika "China braucht eine weiterhin hohe Wachstumsrate, um den demographischen Problemen im eigenen Land zu begegnen und ist deshalb ein gutes Beispiel. Das Land setzt auf einen Kontinent, der das beste demographische Profil aufweist: Afrika. Mittlerweile ist China in Afrika zum größten Direktinvestor aufgestiegen, mit Schwerpunkten in Nigeria, Angola, Sudan und Tansania. Zwischen 2002 und 2009 hat China über 35 Milliarden US-Dollar investiert, über die Hälfte davon in Infrastrukturprojekte. China verfolgt damit zwei Ziele: Zum einen die Sicherung der Rechte an Bodenschätzen, die für das nachhaltige Wirtschaftswachstum in China notwendig sind. Zum anderen steigt China zu einem der wichtigsten Handelspartner Afrikas auf und steckt damit zukünftige Absatzmärkte in einer aufstrebenden Region ab. Umgekehrt führen die steigenden Investitionen in Afrika zu Wirtschaftswachstum und Bevölkerungsschichten mit steigender Kaufkraft. Unter demographischen und wirtschaftlichen Aspekten lohnt sich auch für langfristige Investoren ein Investment in ausgewählten Ländern Afrikas."
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.
News zum Thema
Weitere News auswählen
Fonds suchen + kaufen
Die Fonds kann jeder selber aussuchen, das Depot direkt online eröffnen oder die Unterlagen per Post einreichen und anschließend mit dem Fondskauf starten. Wir bieten dazu eine umfangreiche Auswahl.