Finanzmarktkolumne der Bank Sarasin: US-Schulden ohne Grenze
Dr. Jan A. Poser, Chefökonom der Bank Sarasin & Cie AG
Die USA haben ein Problem: Wenn die Staatsschulden am 2. August 2011 die
gesetzliche Grenze von 14.294 Milliarden US-Dollar erreicht haben, darf
der Staat keine Schulden mehr machen. Damit wäre er faktisch zahlungsunfähig.
Ein Staatsbankrott der USA wäre wohl – abgesehen von einem Weltkrieg oder
einem Meteoriteneinschlag – das gravierendste Szenario, das man sich für die
Finanzmärkte vorstellen kann. Ein Zinsanstieg in den USA würde Unternehmen
und Konsumenten unter Druck setzen und eine Weltrezession auslösen. Doch
gerade weil ein solches Szenario so tiefgreifende Auswirkungen hätte, wird
es nicht dazu kommen. Auch wenn die Politiker mit einem generellen Staats-
bankrott spielen, würde die Regierung bei einem akuten Mangel an Bargeld
nicht den Schuldendienst einstellen, sondern vielmehr die laufenden Ausgaben
aufschieben. Im November 1995 ist dies schon einmal geschehen, als Präsident
Clinton nicht existenziell notwendige Staatsbedienstete in den unbezahlten
Urlaub schickte.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.