Fidelity: Der Zeiger bewegt sich in Richtung Abschwung
Trevor Greetham, Director Asset Allocation Fidelity International
Köln, den 13.09.2011 (Investmentfonds.de) - Der Zeiger der Investmentuhr steht
derzeit zwischen Stagflation und Abschwung, was kein gutes Umfeld für Anlagen wie
Aktien und Rohstoffe ist. Weltweit hat sich das Wachstum verlangsamt, so dass
geldpolitische Maßnahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft immer wahrscheinlicher
werden.
Die Konjunkturdaten für Amerika deuten ein schwächeres Wachstum als bislang er-
wartet an. Deswegen und auch wegen der enttäuschenden Reaktion der Fiskalpolitik
in den Industrieländern, hat sich die Stimmung der Anleger merklich eingetrübt.
Setzen sich die aktuellen Trends fort, könnten wir die Abschwungphase auf unserer
Investmentuhr erreichen. Fed-Chef Ben Bernanke hat sich mit seiner Rede anlässlich
der Konferenz in Jackson Hole etwas Luft verschafft. Halten die schwachen Wirt-
schaftszahlen jedoch an, dürfte der Druck auf ihn wachsen, anlässlich der zwei-
tägigen Fed-Sitzung am 21./22. September neue Stimulierungsmaßnahmen anzukündigen.
Leitindikatoren im Fokus
Inflation
* Die Inflationsanzeige verharrt weiterhin im negativen Terrain.
* Hält dieser Trend an, wovon allgemein ausgegangen wird, ist der Weg für
weitere finanzielle Stimulusmaßnahmen frei.
Wachstum
* Im negativen Bereich verharrt die globale Wachstumsanzeige. Im letzten Monat
war sie wegen schwächer als erwarteter BIP-Zahlen in den USA erstmals seit Sommer
2010 in den Minusbereich abgerutscht.
* Schwache Umfragen zum Geschäftsklima lassen einen Wirtschaftsabschwung befürch-
ten.
Aktuelle Vermögensaufteilung
* Anfang August haben wir in unseren Multi Asset Fonds die Bestände von Aktien
und Immobilien auf leicht untergewichtet verringert und Anleihen auf deutlich über-
gewichtet angehoben.
* Die gesamtwirtschaftlichen Daten sind wenig positiv, die Reaktion der Politik
lässt zu wünschen übrig und die Stimmung ist angespannt. Andererseits ist eine kräf-
tige Rally nicht ausgeschlossen, sollte es in den nächsten Wochen zu einer Kehrtwende
seitens der Politik kommen.
* Im Aktienbereich bevorzugen wir die defensiveren Märkte USA, Deutschland
und Großbritannien wegen ihrer besseren Fundamentaldaten. Gleichzeitig geben wir
den Branchen Gesundheit und Konsum den Vorzug.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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