Templeton: Schuldenprobleme der Industrienationen unterstreichen Stärke der Schwellenländer
MARK MOBIUS, PH.D.
Executive Chairman
Templeton Emerging
Markets Group
Köln, den 19.09.2011 (Investmentfonds.de) - Die
Sorgen über die Schuldenprobleme in der Eurozone
und über die Herabstufung des US-Bonitätsratings durch
Standard & Poor’s wirkten sich kurzfristig auf die Schwellenmärkte
aus. Wie andere Länder der Welt verspürten auch
sie vorübergehend Turbulenzen, hohe Marktvolatilität und
schwindendes Anlegervertrauen. Wir betrachten die Lage
in Europa nicht als so prekär wie die Situation in den USA,
sowohl mit Blick auf das Ausmaß als auch auf die möglichen
Folgewirkungen für die Weltwirtschaft. Bisher stellen wir
nicht fest, dass sich die Schuldenprobleme der Industrienationen
erheblich auf Schwellenländer auswirken.
Unserer Einschätzung nach rückt die derzeitige fiskalische
und fundamentale Stärke der Schwellenländer aufgrund
der Schuldenprobleme in den USA und Europa vielmehr
verstärkt ins Blickfeld. Der Internationale Währungsfonds
(IWF) prognostizierte, dass die Schwellenländer dieses Jahr
um 6,6% wachsen werden, dreimal schneller als Industrienationen,
für die 2,2% geschätzt werden2. Außerdem haben
mehrere Schwellenländer eine niedrigere Verschuldungsquote
und größere Devisenreserven als viele Industriestaaten.
Die relative Stärke der Schwellenländer rückt
mehr und mehr in den Vordergrund. Somit könnte eine
Diversifizierung und Umschichtung weg von den Vermögenswerten
und Währungen überschuldeter Staaten hin zu
Schwellenmärkten einsetzen.
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