Vanguard-Analyse | Selbst der unglücklichste Investor hätte in 30 Jahren sein Vermögen mehr als verdreifacht
Chris Hofmann, Head of Intermediated Wholesale bei Vanguard
- Vermögen von Anleger, der über 30 Jahre hinweg jeweils an den Markthochs vor den großen Crashs investiert hätte, wäre von 45.000 Euro auf 155.580 Euro gewachsen.
Investmentfonds.de - Frankfurt, 07.05.2026 – Viele Sparer zögern beim Investieren aus Sorge vor Kursverlusten oder weil sie nicht wissen, wann der richtige Einstiegszeitpunkt ist. Vanguard hat deshalb die Wertentwicklung eines hypothetischen „unglücklichsten Investors“ analysiert. Dieser hätte in den vergangenen 30 Jahren ausschließlich zu den denkbar schlechtesten Zeitpunkten investiert – also zu den teuersten Kursen, kurz bevor die Märkte aufgrund der großen Crashs eingebrochen sind – etwa vor der Finanzkrise, der Corona-Pandemie oder dem Start des Ukraine-Kriegs.
Das überraschende Ergebnis: Selbst unter diesen sehr unvorteilhaften Bedingungen wäre aus einem insgesamt eingezahlten Betrag von 45.000 Euro mit einem einfachen, global diversifizierten Buy-and-Hold-Ansatz bis Februar 2026 ein Vermögen von 155.580 Euro gewachsen. Ein Gewinn von 110.580 Euro beziehungsweise ein Plus von 246 Prozent. Zum Vergleich: Eine alternative Anlage der 45.000 Euro auf ein Festgeldkonto mit einer angenommenen Verzinsung mit dem EZB-Leitzins wäre im gleichen Zeitraum auf einen Endwert von nur 56.871 Euro gekommen – ein Plus von gerade einmal 26,4 Prozent.
Wer Investitionen aufschiebt, verpasst Chancen
„Diese Analyse unterstreicht eine einfache, aber kraftvolle Wahrheit: Entscheidend ist nicht das perfekte Timing, sondern die Zeit, in der Geld investiert ist. Selbst bei durchgehend schlechtem Timing hätte es für Anleger rückblickend zu deutlich besseren Ergebnissen geführt, wenn sie investiert geblieben und Marktrückgänge ausgehalten hätten“, sagt Chris Hofmann, Head of Intermediated Wholesale bei Vanguard in Deutschland. „Tatsächlich lassen sich Hochs und Tiefs an den Märkten in Echtzeit kaum zuverlässig erkennen. Wer Investitionen aufschiebt oder verkauft, verpasst oft Chancen. Neue Höchst- und Tiefststände sind ein normaler Bestandteil der Märkte, deren langfristiges Wachstum von gesamtwirtschaftlicher Entwicklung, Produktivitätsfortschritten, Innovation und wieder angelegte Dividenden getragen wird. Die zentrale Erkenntnis für Anlegerinnen und Anleger lautet: Wer diszipliniert bleibt, langfristig investiert, breit diversifiziert und auf niedrige Kosten achtet, kann selbst unter sehr schwierigen Bedingungen gute Ergebnisse erzielen, wenn er die zwischenzeitlichen Marktschwankungen aushält.“
Zentrale Daten und Erkenntnisse:
Annahmen zur Anlagestrategie
Zur Vereinfachung wurde Folgendes unterstellt:
- global diversifiziertes Aktieninvestment über einen Fonds, der den FTSE All-World Index abbildet,
- langfristige Buy-and-Hold-Strategie ohne Market Timing oder Umschichtungen im Portfolio.
Eine nervenaufreibende Investmentreise – Käufe nur an Höchstständen
- September 1997: Erste Einzahlung von 2.500 Euro unmittelbar vor der Asienkrise – innerhalb eines Monats ein Minus von 188 Euro.
- Juli 1998: Weitere 2.500 Euro kurz vor Russlands Staatsbankrott und dem Kollaps von Long-Term Capital Management – innerhalb eines Monats insgesamt 786 Euro im Minus.
- Januar 2000: 10.000 Euro am Höhepunkt der Dotcom-Blase investiert; nach Technologiecrash, 9/11 und dem Krieg in Afghanistan lag das Depot im September 2002 um 31 Prozent im Minus. Danach setzte die Erholung ein: Im Oktober 2007 waren aus insgesamt 15.000 Euro Einzahlungen bereits 19.034 Euro geworden.
- Oktober 2007: Weitere 5.000 Euro unmittelbar vor der globalen Finanzkrise investiert. Wer investiert blieb, hielt bis zur Erholung durch – bis 2019 waren aus insgesamt 20.000 Euro Einzahlungen 48.066 Euro geworden.
- Ende 2019: 10.000 Euro kurz vor dem Corona-Crash investiert (der Markt fiel zunächst um rund 35 Prozent, bevor er sich 2020 und 2021 erholte).
- Dezember 2021: 5.000 Euro vor dem Ukraine-Krieg, dem Inflationsanstieg und den raschen Zinserhöhungen investiert (der Markt fiel zunächst um rund 26 Prozent, bevor er sich 2023 und 2024 erholte).
- Dezember 2024: 10.000 Euro vor dem „Liberation Day“ und den tarifbedingten Marktturbulenzen investiert (der Markt fiel zunächst um rund 13 Prozent, bevor er sich 2025 erholte).
Das Ergebnis
- Gesamteinzahlungen: 45.000 Euro über rund 30 Jahre
- Portfoliowert im Februar 2026: 155.580 Euro
Gesamtrendite: +246 Prozent – obwohl stets zu den ungünstigsten Zeitpunkten investiert wurde.
Das Fazit:
Zeit im Markt schlägt Markt-Timing
Selbst perfektes schlechtes Timing hat den langfristigen Vermögensaufbau nicht verhindert, solange die Investments auch in den Abschwung-Phasen gehalten wurden.
Aktien haben Geduld belohnt – trotz wiederholter Krisen
Große Schocks wie die Asienkrise, das Platzen der Dotcom-Blase, die globale Finanzkrise, Corona, Inflation, Krieg und Zölle führten zwar zu teils deutlichen Kursrückgängen. Langfristig haben sich die Märkte jedoch erholt und weiter zugelegt.
Langfristige Aktienrenditen lagen deutlich über Bargeld
Bei einer alternativen Anlage der 45.000 Euro etwa auf einem Festgeldkonto mit angenommener EZB-Verzinsung1 und gleicher Einzahlungsstruktur hätte der Anleger einen Endwert von gerade einmal 56.871 Euro erreicht (+26,4 Prozent).
Selbst unser „unglücklichster“ Aktieninvestor hätte damit ein deutlich besseres Ergebnis erzielt, als wenn er stattdessen sein Geld auf einem Festgeldkonto belassen hätte.
Markthochs lassen sich nicht zuverlässig erkennen
Wer wegen neuer Höchststände verkauft oder mit dem Einstieg wartet, läuft Gefahr, weitere Kursgewinne zu verpassen.
Allzeithochs sind normal, nicht außergewöhnlich
Neue Höchststände treten häufiger auf, als viele Anleger vermuten – sie sind ein normaler Bestandteil funktionierender Kapitalmärkte.
Warum langfristiges Wachstum dennoch möglich war
Breites Wirtschaftswachstum, Produktivitätsfortschritte, Innovation und reinvestierte Dividenden haben historisch zu immer höheren Marktniveaus beigetragen.
Zentrale Erkenntnis
Ein disziplinierter, breit diversifizierter und langfristiger Aktienansatz kann selbst bei ungünstigem Einstiegszeitpunkt starke Ergebnisse liefern. Investiert zu bleiben war historisch wichtiger, als den nächsten Marktschritt vorhersagen zu wollen.
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Janus Henderson Investors). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Janus Henderson Investors)
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Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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