J.P. Morgan Asset Management: Attraktive Renditeniveaus am Anleihenmarkt nach Repricing
Iain Stealey, International Chief Investment Officer in der Fixed Income, Commodity and Commodities Gruppe bei J.P. Morgan Asset Management
- Energiepreisschock 2026 ist anders als 2022
- Markt hat Erwartungen an Zentralbanken zu stark verschoben
- Anleiherenditen auf Mehrjahreshoch – Einstiegsfenster für langfristige Investoren
Energiepreisschock 2026 ist anders als 2022
Zu Jahresbeginn 2026 war die Disinflation klar auf Kurs: Die zehnjährige US-Rendite war um 25 Basispunkte gesunken, der Markt hatte mehr als 50 Basispunkte an Fed-Zinssenkungen eingepreist. Doch seit Anfang März führten steigende Energiepreise infolge der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus und starken Long-Positionen in kurzlaufenden Staatsanleihen zu einer drastischen Neubewertung der Erwartungen an die Zentralbanken. Europa und das Vereinigte Königreich gerieten dabei besonders unter Druck, da beide Nettoenergieimporteure sind.Der Ausgangspunkt heute ist aus Sicht von Iain Stealey jedoch ein grundlegend anderer als beim Energieschock nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022. „Damals traf der Schock auf eine Welt, die sich gerade nach der Pandemie wiederöffnete – mit erheblichem Nachholbedarf, Vollbeschäftigung, expansiver Fiskalpolitik und Notenbankzinsen nahe null oder im negativen Bereich“, erklärt Stealey. Angebotsseitige Inflation wurde durch nachfrageseitige Inflation verstärkt und beschleunigt, weshalb es damals richtig gewesen sei, die Zinsen schnell anzuheben.
Heute hingegen befände sich die EZB bereits auf neutralem geldpolitischem Niveau, die Fed und die Bank of England im leicht restriktiven Bereich. „In einem normalen Umfeld sollten höhere Preise wie eine Steuer auf Haushalte und Unternehmen wirken, was die Nachfrage und die Beschäftigung im Laufe der Zeit reduzieren sollte", erklärt Stealey.
Markt hat Erwartungen an Zentralbanken zu stark verschoben
Zwischen Ende Februar und dem 23. März hatte der Markt die Erwartungen für die Bank of England von eingepreisten Zinssenkungen von 50 Basispunkten auf eingepreiste Zinserhöhungen von fast 100 Basispunkten verschoben. Für die EZB wechselte die Erwartung von einer Zinspause nahe dem neutralen Niveau auf über 75 Basispunkte an Zinserhöhungen. Zuletzt wurden diese extremen Bewegungen teilweise zurückgenommen: Der Markt preist nun rund 35 Basispunkte an Zinserhöhungen durch die Bank of England ein, für die EZB rund 55 Basispunkte.„Wir stimmen der Richtung zu, in die sich die Märkte bewegt haben, nicht aber dem Ausmaß", stellt Stealey fest. Die Hürde für tatsächliche Zinserhöhungen durch die Bank of England und die Fed bleibe hoch. Die Zentralbanken täten nach Ansicht von Stealey daher gut daran, weiterhin abzuwarten und die Zweitrundeneffekte im Blick zu behalten. Für die EZB möge es zwar sinnvoll sein, eine gewisse Wahrscheinlichkeit für Anhebungen einzupreisen – doch ein Großteil der schlechten Nachrichten zu den Inflationsauswirkungen des Konflikts dürfte in den Zinserwartungen bereits verarbeitet sein.
Die letzten Wochen seien aus Sicht von Stealey ein schwieriges Umfeld gewesen, um Anleihen als Risikoabsicherung oder Portfolio-Diversifikator zu halten. „Kehrt geopolitische Ruhe zurück, rücken Fragen rund um den privaten Kreditmarkt und die wirtschaftlichen Disruptionen durch Künstliche Intelligenz wieder in den Vordergrund“, ist Stealey überzeugt. Halte der Konflikt dagegen an und blieben die Ölpreise dauerhaft erhöht, würden sich Inflationssorgen rasch in Wachstumssorgen verwandeln. Der Internationale Währungsfonds hat im Falle eines Extremszenarios bereits auf die Möglichkeit einer globalen Rezession hingewiesen – ein Umfeld, in dem die defensiven Eigenschaften von Anleihen wieder stärker zum Tragen kämen.
Anleiherenditen auf Mehrjahreshoch
Einstiegsfenster für langfristige InvestorenDas Repricing hat die Renditen über das Jahresanfangsniveau hinausgeschoben und an historisch bemerkenswerte Bewertungsmarken geführt: Zehnjährige US-Staatsanleihen notieren wieder auf dem Niveau des Sommers 2025, zehnjährige deutsche Bundesanleihen auf dem höchsten Stand seit 2011, zehnjährige britische Gilts auf dem höchsten Stand seit 2008.
Für langfristige Investorinnen und Investoren sieht Stealey darin eine konkrete Chance gerade für langfristige Anleger. „Wer Ende Februar befürchtet hatte, das Einstiegsfenster im Anleihebereich verpasst zu haben, findet heute attraktivere Ausgangspunkte vor als noch vor wenigen Wochen“, fasst Stealey zusammen.
Effizient investieren:
Aktive ETFs bieten Chancen im globalen UnternehmensanleihenmarktWer die Chancen im Segment der Unternehmensanleihen nutzen möchte, findet mit aktiv gemanagten ETFs eine besonders effiziente Lösung. Der JPMorgan Global IG Corporate Bond Active UCITS ETF (JIGG) eröffnet Anlegern einen flexiblen Zugang zu einem breit diversifizierten Portfolio von Investment-Grade-Unternehmensanleihen.
Das Portfoliomanagement-Team profitiert von der Expertise eines globalen Research-Netzwerks mit über 70 Analysten, die sowohl quantitative als auch fundamentale Analysen liefern. Durch den bewährten aktiven Investmentprozess und die umfassenden Ressourcen können Marktineffizienzen gezielt identifiziert und genutzt werden – so lassen sich die Vorteile von Diversifikation und attraktiven Renditen im globalen Unternehmensanleihenmarkt optimal erschließen. Die Gesamtkostenquote liegt dabei bei wettbewerbsfähigen 0,25 Prozent.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (JP Morgan AM). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (JP Morgan AM)
****
Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
>>> Spezialisierte Experten für Fonds und ETFs entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die auf wachstumsstarken Weltmärkten basieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig vor Krisen und Inflation zu schützen.
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.
News zum Thema
Weitere News auswählen
Fonds suchen + kaufen
Die Fonds kann jeder selber aussuchen, das Depot direkt online eröffnen oder die Unterlagen per Post einreichen und anschließend mit dem Fondskauf starten. Wir bieten dazu eine umfangreiche Auswahl.
Investmaxx Stop&Go Anlageberatung
Wir bieten Ihnen unsere langjährige Erfahrung aus der Anlageberatung seit 1996.