Krisenwährung Aktie gegen schleichende Vermögensentwertung
Dr. Holger Schmitz, Vorstand der SCHMITZ & PARTNER AG
Von einer gepflegten Aktienkultur kann hierzulande wahrlich nicht die Rede
sein. „Ein Großteil der Anleger ist offensichtlich nur auf die Abwärtsrisiken
des Aktienmarktes fixiert“, sagt Dr. Holger Schmitz, Vorstand der
SCHMITZ & PARTNER AG – Privates Depotmanagement. „Das ist bedauerlich, denn
im aktuellen Umfeld der Euro- und Schuldenkrise, deren Konsequenzen von der
Politik durch immer mehr Kosten hinaus gezögert werden, erweisen sich Aktien
als weitgehend von politischen Machenschaften unabhängige Anlage.“
Gelten in Krisenzeiten andere Spielregeln? Zur Bewältigung der Euro- und
Schuldenkrise scheint der Politik zumindest jedes Mittel recht zu sein. Auch
wenn das rasante Tempo der Neuverschuldung leicht zurückgegangen ist – die
Altverschuldung wächst durch ständig neue Schulden immer weiter an. Kein Grund
also, die europäische Schuldenkrise tot zu schweigen, wie es im politischen
Tagesgeschehen derzeit praktiziert wird. Fakt ist vielmehr, wie von Wirtschafts-
professoren verschiedentlich dargelegt wurde, dass die Euro-Krise das bisher
bedeutendste gesamtwirtschaftliche Ereignis im noch jungen 21. Jahrhundert
darstellen dürfte.
Staatsentschuldung durch die Hintertür
In den 24 Ländern des Euroraumes sind die Staatsschulden im Jahr 2013 – bis
auf drei Ausnahmen – im Vergleich zum Jahr 2012 gestiegen, in fünf Fällen
sogar im Bereich zweistelliger Prozentpunkte. Die Staatsverschuldung wird
damit zu einem Kernproblem. Wie kommt die Politik aus diesem Dilemma heraus?
Die Antwort liegt auf der Hand: Das vorhandene Geld der Bürger muss in den
Kreislauf eingebracht werden. „Bereits seit dem Jahr 2011 kann eine
schleichende Enteignung der Anleger in Sparguthaben und Staatsanleihen
beobachtet werden“, so Dr. Holger Schmitz, Vorstand der SCHMITZ & PARTNER
AG – Privates Depotmanagement. „Durch indirekte Eingriffe seitens Regierungen
und Notenbanken werden zum einen die Zinssätze unter die Inflationsrate mani-
puliert und zum anderen ein höheres Inflationsniveau angestrebt.“ Das sorgt
für negative Realzinsen und führt zu der gewünschten realen – nicht jedoch
nominalen! – Entwertung der Staatsschulden, aber auch zu einer Vernichtung
der realen Kaufkraft des Sparers. Eine Anlage in Festgeld oder scheinbar
sicheren Staatsanleihen suggeriert daher nur Sicherheit, in Wahrheit verliert
das Vermögen jedoch mit Sicherheit an Wert.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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