JP Morgan AM: Schwellenländer-Ausblick - Kann das Pferd den Trend der Schlange durchbrechen?
Michael Mewes, Leiter des Anleiheteams bei J.P. Morgan AM in Frankfurt
Für Schwellenländeranlagen war 2013, das chinesische Jahr der Schlange,
ein schwieriges Jahr, und zwar sowohl für Aktien als auch für Anleihen:
Die Märkte hatten Zeitpunkt und Auswirkung der Drosselung der lockeren
Geldpolitik durch die US-Notenbank falsch interpretiert. Da die mit dem
so genannten Tapering verbundene Nervosität die Anleger auch im Jahr
des Pferdes 2014 weiterhin begleiten könnte, erwarten die Experten von
J.P. Morgan Asset Management trotz positiver Aussichten eine höhere
Volatilität an den Märkten: „Die Bewertungen von Schwellenländeranleihen
erscheinen in nahezu allen Sektoren attraktiv, doch unserer Ansicht nach
sind einige der grundlegenderen Risiken noch nicht vollständig einge-
preist. So bleiben wir zunächst vorsichtig aufgestellt, sind aber über-
zeugt, dass sich eine Allokation in Risikoanlagen in diesem Jahr
auszahlen wird“, erklärt Michael Mewes, Leiter des Anleiheteams bei
J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.
Im letzten Jahr litten die Märkte vor allem erheblich unter der Unge-
wissheit über den Zeitpunkt und den Umfang der Drosselung des billigen
Geldes in den USA, was laut Mewes dieses Jahr jedoch weniger problematisch
sein dürfte. Dennoch scheint das Wachstum in den Schwellenländern wieder
stärker an das Wachstum in den Industrienationen gekoppelt zu sein. So
dürfte das anziehende Wachstum in den USA und Europa auch den Schwellen-
ländern Vorteile bescheren. „Entscheidend wird sein, sich auf Länder zu
konzentrieren, denen ein erfolgreicher Wandel gelingt, und die fundamen-
tale Verbesserungen als Folge zyklischer Anpassungen nutzen können“,
sagt Michael Mewes.
Bei Schwellenländer-Staatsanleihen in Hartwährung habe der Renditeanstieg
2013 in vielen Ländern attraktive Bewertungen geschaffen. Inzwischen seien
die technischen Faktoren aufgrund der reduzierten Anlegerpositionen
günstiger, zumal die Nettoemissionstätigkeit in diesem Jahr sogar negativ
ausfallen könnte, was ebenfalls unterstützend wirken sollte. Im derzeitigen
Umfeld präferiert Mewes Länder wie Indonesien oder Marokko, die weniger
stark auf steigende Renditen der US-Staatsanleihen reagieren: Auch Länder,
die direkt vom Wachstum der Industrienationen profitieren, wie beispiels-
weise Mexiko und Brasilien, sollten sich besser entwickeln, während roh-
stoffexportabhängige Länder tendenziell anfällig bleiben. In Anbetracht
der politischen Volatilität in Osteuropa bleibt diese Region aktuell
untergewichtet, was sie zuvor aus fundamentalen Überlegungen schon war.
Bei Lokalwährungsanleihen haben steigende Renditen und Kapitalabflüsse
ebenfalls zu attraktiven Bewertungen geführt. Nach dem deutlichen Anstieg
der Renditen und dem Abschwung der Währungen im Jahr 2013 sollte die
notwendige Anpassung zum großen Teil bereits stattgefunden haben.
Strukturell gesunde Währungen, die enger mit dem globalen Fertigungszyklus
und dem Wachstum der Industrieländer verbunden sind, sollten dabei am
besten abschneiden. Demgegenüber werden Währungen, die empfindlich auf
die Entwicklung der Rohstoffpreise und ausländische Kapitalzuflüsse
reagieren, weiter unter Druck stehen.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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