Erste Group: Aktien aus europäischen Schwellenländern bei Investoren wieder gefragt
Henning Eßkuchen, Leiter des CEE Equity Research bei der Erste Group
In einer aktuellen Einschätzung zu den CEE-Aktienmärkten
schreiben die Experten der Erste Group:
Eine positive Überraschung stellte die Erholung der Realwirtschaft
zum Jahresende dar. In fast allen CEE-Ländern, die von der Erste
Group analysiert werden, lag das BIP-Wachstum über den Erwartungen.
In Rumänien war mit 5,2% ein starker Anstieg zu verzeichnen (zum
Vergleich: die ursprüngliche Schätzung der Erste Group lag bei 2,6%).
Polen und Ungarn wiesen ein Wachstum von 2,7% auf. Tschechien
wartete mit überraschenden 1,3% im Jahresvergleich auf (ur-
sprüngliche Schätzung der Analysten: -0.2%), und auch die
Slowakei übertraf mit 1,5% die Prognosewerte.
„Auf den CEE-Aktienmärkten rechnen wir mit einer ansprechenden
Performance. Die Entspannung der politischen Lage in der Ukraine
und in der Türkei sorgt für eine Atempause, in der ein liquidi-
tätsgetriebener Aufschwung möglich sein könnte, vorausgesetzt,
die Verschiebung der Kapitalströme hin zu aufstrebenden Märkten
erweist sich als nachhaltig“, meint Henning Eßkuchen, Leiter des
CEE Equity Research bei der Erste Group. Abgesehen von einem
gewissen Maß an unmittelbarem Grundrisiko aufgrund des Exposures
im Unternehmensbereich erwiesen sich der Einfluss auf die Stimmung
und die Gefahr einer Eskalation des Konflikts als stärkste
negative Auswirkungen der Krimkrise auf die Märkte. Da diese
Faktoren nun in den Hintergrund rücken, sollte sich unter
anderem die aus der Erleichterung über die Entspannung ergebende
Marktunterstützung positiv auf die Performance im 2. Quartal aus-
wirken. Die auf einer möglichen diplomatischen Lösung der Ukraine
(oder zumindest dem Ausbleiben einer Eskalation) beruhende Kurs-
rallye wird jedoch nicht über das gesamte 2. Quartal hinweg an-
halten. „Wir gehen daher davon aus, dass sich die Region mehr oder
weniger im Gleichschritt entwickelt, wobei für die Einzelmärkte
großteils mit neutralen Bewertungen zu rechnen ist“, fügt Eßkuchen
hinzu. Nach Einschätzung der Analysten der Erste Group stoßen die
aufstrebenden Märkte wegen des derzeitigen Trends zur Beimischung
risikoreicherer Werte in die auf entwickelte Märkte ausgerichteten
Portfolios auf gesteigertes Interesse bei Investoren.
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