Capital | Edelmetalle steigen, während das Vertrauen in den Dollar schwindet
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de - Edelmetalle haben ihre Rallye in die neue Woche hinein fortgesetzt und damit einen weiteren Beweis für die sich verschärfende Vertrauenskrise in den US-Dollar und das allgemeine Währungssystem geliefert. Gold stieg in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 5.000 US-Dollar, während Silber über 100 US-Dollar zulegte und damit deutlich besser abschnitt als sein größeres Pendant. Diese Entwicklung unterstreicht eine Veränderung im Verhalten der Anleger: Edelmetalle werden nicht mehr nur als taktische Absicherungsinstrumente betrachtet, sondern zunehmend als alternative Wertanlagen in einer Welt, die von politischen Brüchen, fiskalischen Belastungen und monetärer Unsicherheit geprägt ist.
Entscheidend ist, dass der jüngste Anstieg der Edelmetallpreise offenbar nicht allein auf spekulative Übertreibungen zurückzuführen ist. Auch die physische Nachfrage, die Aufstockung der Bestände durch die Zentralbanken und längerfristige Allokationsverschiebungen haben eine Rolle gespielt. Insbesondere außerhalb des westlichen Blocks haben die Zentralbanken ihre Reserven weiter vom Dollar weg diversifiziert und damit die Goldpreise strukturell gestützt. Unterdessen deuten die Anlegerströme darauf hin, dass Edelmetalle zunehmend nicht nur als Portfolioabsicherung, sondern auch als Kernbestandteile gegen systemische Risiken genutzt werden.
Die weiterreichende Schlussfolgerung lautet, dass Gold und Silber mehr als nur kurzfristige Marktbelastungen widerspiegeln; sie signalisieren eine Neubewertung des Vertrauens. Vertrauen in Währungen, in Institutionen und in die Stabilität der Wirtschaftsordnung nach dem Kalten Krieg. Zwar sind nach solch explosiven Bewegungen weiterhin starke Rückgänge möglich, doch deuten die zugrunde liegenden Faktoren darauf hin, dass Edelmetalle eher einem starken langfristigen Trend folgen als nur einen vorübergehenden Anstieg verzeichnen.
Vor diesem Hintergrund erscheinen der Anstieg des Goldpreises auf neue Höchststände und der explosive Ausbruch des Silberpreises weniger als Anomalien, sondern eher als Symptome. Symptome eines globalen Systems unter Druck, in dem Kapital zunehmend Zuflucht in Vermögenswerten sucht, die außerhalb politischer Einflussnahme liegen. Solange die Dominanz der Fiskalpolitik, die geopolitische Fragmentierung und die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken in Frage stehen, dürften Edelmetalle im Zentrum dieses perfekten Sturms bleiben, nicht nur als Absicherung, sondern auch als Alternative.
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