Capital | Die Märkte sind unsicher, wie sie Risiken im Nahen Osten einpreisen sollen
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de - Die Märkte scheinen eine Sackgasse erreicht zu haben, wobei Anleger zwischen zwei konkurrierenden Erzählungen gefangen sind: dem Risiko einer weiteren Eskalation im Nahen Osten und der wachsenden Erwartung, dass letztlich keine Seite den Konflikt zu seinem zerstörerischsten Ausgang treiben will. Dies hat ein fragiles Gleichgewicht über die Anlageklassen hinweg geschaffen, bei dem die Positionierung Vorsicht anstelle von Überzeugung widerspiegelt.
Einerseits können Märkte das Tail-Risiko nicht ignorieren. Eine Eskalation, insbesondere solche, die Angriffe auf Energieinfrastruktur einschließt, hätte weitreichende Folgen, von einem Anstieg der Öl- und Gaspreise bis hin zu möglichen Störungen in der Lebensmittel- und Lieferkettenversorgung. Dieses Szenario würde die Inflationsrisiken verstärken und die finanziellen Bedingungen weltweit verschärfen, was es äußerst negativ für Wachstum und Risikoanlagen macht. Wichtig ist, dass es sich auch um ein Szenario handelt, das nur sehr wenigen Akteuren zusagen würde. Die Vereinigten Staaten sind trotz ihrer aggressiven Rhetorik wahrscheinlich nicht daran interessiert, eine Kettenreaktion auszulösen, die die Golfregion destabilisieren und wirtschaftliche Schäden nicht nur für ihre Verbündeten, sondern für die globale Wirtschaft insgesamt verursachen könnte.
Gleichzeitig gibt es immer mehr Anzeichen dafür, dass Washington nach einem Ausweg sucht, einem Weg, die Eskalation zu verringern, ohne dabei nachzugeben zu wirken. Die Schwierigkeit liegt in der Optik. Jeder Rückzug läuft Gefahr, als Niederlage dargestellt zu werden, besonders in einem politisch sensiblen Umfeld, während das Festhalten an Drohungen Risiken birgt, Konsequenzen auszulösen, die schwer zu kontrollieren sind. Iran seinerseits hat wenig Anreiz, diesen Ausstieg zu erleichtern, und nutzt die Straße von Hormus als Druckmittel, um den Druck aufrechtzuerhalten und Zugeständnisse zu erzwingen, wobei auch eine klare Botschaft gesendet wird, die jeden abschrecken soll, in Zukunft Angriffe zu versuchen.
Dies lässt die Märkte in einem Zustand unsicherer Balance zurück. Investoren bewerten vorsichtig die Möglichkeit einer Eskalation und halten eine Risikoprämie in Energie- und sicherer Hafen-Anlagen aufrecht, während sie gleichzeitig dazu neigen, die Erwartung zu haben, dass eine vollständige Eskalation vermieden wird. Das Ergebnis ist erhöhte Volatilität ohne klaren Richtungstrend. Solange nicht mehr Klarheit darüber besteht, ob der Konflikt sich verschärft oder auf eine Lösung zubewegt, werden die Märkte voraussichtlich in diesem Wartemodus verbleiben, heftig auf Schlagzeilen reagieren, aber Schwierigkeiten haben, in eine Richtung anhaltende Dynamik zu entwickeln.
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Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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