Vontobel: Von Stars und Sternchen – über die Favoriten im Technologiesektor
Christophe Bernard, Chefstratege bei Vontobel
In einer aktuellen Markteinschätzung schreibt Christophe Bernard,
Chefstratege bei Vontobel:
Vor kurzem hat der führende Technologieindex Nasdaq die Marke von
4000 Punkten überwunden und sich somit seit dem Tiefstwert vom März
2009 bei 1265 Punkten mehr als verdreifacht. Allerdings liegt das
gegenwärtige Niveau noch deutlich unter dem vor 14 Jahren erreichten
Rekordstand von 5132 Punkten. Damit unterscheidet sich dieser US-
Börsenindex von einigen anderen Aktienmärkten, die ihre Höchstmarken
bereits hinter sich gelassen haben. Wir werfen deshalb einen Blick
auf den Technologiesektor – sowohl auf die Überflieger als auch auf
Aktien, die in der aktuellen Hausse zurückgeblieben sind.
Der Technologiesektor hat die Phantasie der Menschen schon immer
angeregt. Die Gründe hierfür sind leicht zu verstehen: Techno-
logische Revolutionen wie die Erfindung der Dampfmaschine, des
Verbrennungsmotors oder, jüngst, des Internets bieten erhebliche
Chancen für Unternehmer und Anleger. Der überragende Erfolg einiger
prominenter Unternehmen lässt manchmal jedoch die wesentlichsten
Punkte in Vergessenheit geraten: Erstens führen hohe Erwartungen
oft zu übermäßigen Bewertungen, und zweitens besteht der Wert
eines Unternehmens letztlich aus seinen Gewinnen und Cashflows.
Das «Gesetz der Schwerkraft» wird irgendwann obsiegen, ungeachtet
des Sektors, in dem eine Gesellschaft tätig ist.
Die heutigen Technologieführer sind rentabel
Bei Anlegern rufen Technologiewerte nicht nur positive Erinnerungen
hervor. Das Platzen der sogenannten Dotcom-Blase im Jahr 2000 zer-
störte enorme Vermögenswerte und ruinierte viele Marktteilnehmer.
Könnten wir an einem Punkt angelangt sein, an dem sich die Geschichte
wiederholt? Wir denken: nein. Viele Unternehmen werden zweifellos die
Markterwartungen enttäuschen, und Anleger, die sich in solchen Titeln
engagieren, werden erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Allerdings
unterscheidet sich die heutige Situation grundlegend von den späten
1990er-Jahren. Die gegenwärtigen Trendsetter wie Apple, Google oder
Facebook sind hochrentabel und verfügen über solide Bilanzen. Die
Anleger sind dennoch gut beraten, ihr Engagement im Technologiesektor
zu diversifizieren und sich auf «vernünftig» bewertete Unternehmen
zu konzentrieren, die in ihren jeweiligen Branchen über einen
bedeutenden Marktanteil verfügen.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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