Aquila Capital: Korrelationen sind der Wegweiser zum Anlageerfolg
Dr. Torsten von Bartenwerffer, Director Portfolio Management bei Aquila
In einer aktuellen Einschätzung schreibt Dr. Torsten von Bartenwerffer,
Director Portfolio Management bei Aquila Capital:
Hamburg, 11. April 2014. Effektive Diversifikation ist der Grundstein eines
jeden erfolgreichen Investments. Diese Erkenntnis ist inzwischen zur
Grundlage der meisten Investitionsstrategien geworden. Unseres Erachtens
gehört aber noch mehr dazu, erfolgreich zu investieren, insbesondere in
diesen Zeiten extrem niedriger Zinsen. Als Vorreiter risikogleichgewichteter
Anlagekonzepte achten wir darauf, dass die Diversifikation über Assetklassen
hinweg unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Risikobeiträge erfolgt.
Als Voraussetzung für eine solche Risikoparitätsstrategie bedarf es
abschöpfbarer Anlageklassen, liquider Instrumente und möglichst
unkorrelierter Anlageklassen.
Staatsanleihen, die mit der höchsten Bonität ausgestattet sind, dienen vor
allem in Phasen des Abschwungs sowie in Krisen als sicherer Hafen. Sie
stellen eine hoch liquide Anlageklasse dar, die in unserem Fall kaum
Kreditrisiko, sondern nur Durationsrisiken beinhaltet.
Unternehmensanleihen dagegen sind für eine Vielzahl an Branchen, Länder
und Währungen verfügbar, sie bieten, auch wenn deren Renditen in den
vergangenen Jahren deutlich gesunken sind, noch immer eine höhere
durchschnittliche Rendite als sichere Staatsanleihen und laufen vor allem in
Aufschwungphasen gut.
Inflationsindexierte Papiere bieten Schutz gegen plötzlich auftretenden
Teuerungsanstieg, sie haben, da vor allem Industriestaaten die Emittenten
sind, kein Kreditrisiko und sie weisen speziell in Phasen steigender Zinsen
eine niedrige Korrelation zu den anderen Anlageklassen auf.
Anlagen in Schwellenländer schließlich, wo unser Fonds über Währungen
aus elf verschiedenen Staaten investiert, haben vor allem aufgrund des
dynamischeren Wachstums dieser Volkswirtschaften langfristig sicherlich
mehr Potenzial als Investments in den Industriestaaten. Dazu kommt, dass
diese Märkte zunehmend liquider werden und die Schwellenländer in sich
eine weniger homogene Anlageklasse bilden als die Märkte der
Industrienationen. Sie können so zusätzlich zur Diversifikation des
Portfolios beitragen. Und sie laufen in der Regel vor allem in Phasen
wirtschaftlicher Boom-Zeiten besonders gut.
Diese vier Anlageklassen entwickeln sich folglich in den verschiedenen
Phasen des Konjunkturzyklus in der Regel auch unterschiedlich. Somit ist es
auf diese Weise möglich, in fast jedem Marktumfeld auf der Anleiheseite
überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.
Die Grafik zeigt, dass im Januar und Februar dieses Jahres Staatsanleihen
einen erheblichen Teil der guten Performance unseres ACQ - Risk Parity
Bond Funds (EUR A: A1H5AH) beigetragen haben. Und das zu einem
Zeitpunkt, als die meisten Experten negativ zu Staatsanleihen eingestellt
waren. Kurze Zeit später gab es schon die nächste Überraschung für die
Verfechter prognosebasierter Ansätze: Seit Anfang Februar sind die bereits
abgeschriebenen Schwellenländer die bei weitem stärksten Renditetreiber.
Ein Blick auf die Korrelationen und die danach erfolgende Ausrichtung des
Depots ist also auf jeden Fall besser als der viel zu oft gewagte Blick in die
Glaskugel.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.