Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn wirft der Troika Irreführung vor
Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts
Der Präsident des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat der Troika aus
EU-Kommission, EZB und IWF widersprochen, Griechenland habe 2013 einen
Haushaltsüberschuss von 0,8 Prozent erwirtschaftet. „Das ist eine
Irreführung der Öffentlichkeit. Von solchen Haushaltsüberschüssen kann
in Wahrheit nicht die Rede sein“, sagte er am Donnerstag in München.
„Was die Troika von einem Kommissionssprecher in Brüssel verkünden
ließ, war eine Zahl, bei der als einmalig erklärte Ausgabenposten
einfach weggelassen wurden, insbesondere die Kosten der Bankenrettung,
obwohl gar nicht absehbar ist, dass in den kommenden Jahren weitere
Mittel zur Bankenrettung entbehrlich sein werden. Irgendwelche Haus-
haltssalden sind immer positiv, wenn man nur hinreichend viele Ausgaben-
posten weglässt. Deshalb ist es wichtig, sich an die Regeln von Eurostat
für die Berechnungen des Primärdefizits zu halten und diese Regeln nicht
nach Belieben zu verbiegen, so wie es gerade passt.“
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