Kommentare zur Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Chair
Luke Bartholomew, Deputy Chief Economist von Aberdeen Investments
Investmentfonds.de - Frankfurt a. Main, 30.01.2026 - Im Zuge der aktuellen Debatte um die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Fed‑Chair durch US-Präsident Donald Trump äußert sich Luke Bartholomew, Deputy Chief Economist von Aberdeen Investments wie folgt:
„Warshs Erfahrung in der Fed, wo er sich den Ruf eines sehr kompetenten Krisenmanagers mit gutem Verständnis der Finanzmärkte und einer langen Historie unabhängiger geldpolitischer Analysen erarbeitet hat, macht ihn zu einer glaubwürdigen Nominierung. Als Vorsitzender würde er mit hoher Wahrscheinlichkeit niedrigere Zinsen anstreben, im Einklang mit unserer Prognose von zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte später in diesem Jahr. Allerdings dürfte es ihm schwerfallen, wesentliche Fortschritte bei der Anpassung des geldpolitischen Instrumentariums der Fed oder beim Abbau ihrer Bilanz zu erzielen, wodurch er einen Großteil seines potenziell falkenhaften Profils einbüßen würde.“
DZ BANK AG:
Designierter Fed-Chef: Kein Selbstläufer für Zinssenkungsmarathon
Einschätzung von Christian Lenk, Zinsstratege der DZ BANK, zur Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender.
US-Präsident Donald Trump hat sich entschieden: Kevin Warsh soll Jerome Powell ab Mai als Fed-Vorsitzenden beerben. Der 55-jährige Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Mitglied des Gouverneursrates der Fed und ist an der Wall Street bestens vernetzt. Warsh hat sich in der Vergangenheit für eine Reihe von Veränderungen bei der US-Notenbank ausgesprochen, darunter eine deutliche Reduzierung der Bilanzsumme. Er gilt als Anhänger niedrigerer Leitzinsen und die Märkte haben bereits etwas stärkere Senkungsfantasien eingepreist. Wegen seiner glaubwürdigen Vita als renommierter Kapitalmarktprofi dürfte er nicht automatisch Forderungen der Regierung nachgeben. Wer glaubt, dass nun in den USA ein Zinssenkungsmarathon ansteht, täuscht sich. Trotz seiner herausragenden Rolle als Notenbankchef wären die Möglichkeiten von Warsh, den Kurs der US-Geldpolitik grundlegend zu ändern, sowieso begrenzt. Auch er hat nur eine Stimme im zwölfköpfigen Offenmarktausschuss, der zusammen den Kurs bestimmt.
dw (Deutsche Welle):
US-Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank Fed vorgeschlagen. Der frühere Zentralbankgouverneur unterstützte zuletzt Trumps Forderung nach einer lockereren Geldpolitik.
Der ehemalige Zentralbankgouverneur Kevin Warsh galt lange als Verfechter hoher Zinsen zur Sicherung der Preisstabilität. In jüngster Zeit unterstützte er jedoch Trumps Forderung nach niedrigeren Leitzinsen.
"Ich kenne Kevin schon seit langer Zeit und habe keinen Zweifel daran, dass er als einer der großen Fed-Präsidenten, vielleicht sogar als der beste, in die Geschichte eingehen wird", schrieb US-Präsident Donald Trump in seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. "Er hat das Zeug zum Star und wird Sie niemals im Stich lassen."
Handelsblatt: Trump nominiert Kevin Warsh als US-Notenbankchef
"Es ist eine Personalie, die bei Aktien, Gold und dem Dollar sofort für Bewegung sorgt: US-Präsident Trump hat seine Entscheidung für die Fed-Spitze getroffen. Was bedeutet das für die Märkte?"
Beitrag von Stefan Reccius, Antonia Mannweiler, Astrid Dörner:
An den Märkten sorgte die Personalie umgehend für Bewegung, als Trumps Nominierung sich abzeichnete. Die US-Leitindizes an der Wall Street starteten am Freitag mit einem leichten Minus in den Handel. Der US-Dollar wertete nach einer einwöchigen Abwärtsspirale auf. Im Gegenzug fiel der Goldpreis um bis zu acht Prozent.
Dahinter steht die Erwartung, dass die amerikanische Geldpolitik unter Warsh nicht so locker ausfallen könnte wie unter anderen Kandidaten, die Trump als Fed-Chef erwog. Trump drängt auf Zinssenkungen. Doch Investoren und Beobachter rechnen offenbar nicht damit, dass Warsh sie im erwünschten Ausmaß liefern wird.
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Aberdeen Investments). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Aberdeen Investments).
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