DPAM | Kimi K3 benötigt hochmoderne Nvidia-Infrastruktur und ist nicht kostengünstig
Humberto Nardiello, Fondsmanager bei DPAM
Kimi K3 benötigt hochmoderne Nvidia-Infrastruktur und ist nicht kostengünstig
API-Preise liegen auf Niveau westlicher Spitzenmodelle (3 USD/15 USD pro Million Tokens)
KI-Branche erwirtschaftet inzwischen annualisierte Erlöse von rund 175 Milliarden US-Dollar
Investmentfonds.de - Humberto Nardiello, Fondsmanager bei DPAM, analysiert die Marktreaktion auf Kimi K3, das neue KI-Modell von Moonshot AI. Während KI-bezogene Aktien unter Druck gerieten und Vergleiche zu DeepSeek gezogen wurden, zeigt Nardiello auf, dass Kimi K3 strukturell das Gegenteil von DeepSeek darstellt. Anders als DeepSeek, das lokal auf einfacher Hardware betrieben werden konnte, erfordert Kimi K3 mit seinen 2,8 Billionen Parametern hochmoderne Nvidia-Infrastruktur und ist preislich auf dem Niveau westlicher Spitzenmodelle angesiedelt.
Die Befürchtung, chinesische Wettbewerber könnten die westliche KI-Wertschöpfungskette untergraben, hält Nardiello für unbegründet. Vielmehr zeige sich, dass die KI-Branche seit DeepSeek deutlich gewachsen sei und annualisierte Erlöse von rund 175 Milliarden US-Dollar erwirtschafte. Das eigentliche Risiko, vor allem im Hinblick auf Finanzierungen, sieht er in einer verfrühten Kommodifizierung der Modellschicht, bevor die KI-Akzeptanz einen stabilen Zustand erreicht hat.
Bislang hätten jedoch alle Panikwellen sich als Fehlalarm erwiesen, und kein chinesisches oder offenes Modell habe die Führungsposition westlicher Labore übernommen.
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