PM smart-invest: Argentinienkrise erschwert Restrukturierungen von Staatsschulden weltweit
Max Schott, Geschäftsführer von smart-invest Asset Management
Der aktuelle Staatsbankrott von Argentinien ist weltweit die
56. Staatspleite in den vergangenen 25 Jahren. „Dies zeigt, dass
Staaten auch bei grundsätzlich guter weltweiter Konjunktur in die
Insolvenz gehen können“, sagt Max Schott, Geschäftsführer von
smart-invest Asset Management in Stuttgart. „Höhere Zinsen von
Schwellenländer-Anleihen tragen ein reales Ausfallrisiko, das
wird von vielen Anlegern ignoriert“, stellt Schott klar.
Thomas Portig, Portfoliomanager bei smart-invest Asset Management
Sollte diese Vorgehensweise Schule machen, dann stehen weitere
Länder mit wirtschaftlichen Ungleichgewichten und politischen
Unwägbarkeiten auf der Liste spekulativer Investoren. „Die Risiken
von Anleihen aus Ländern wie Venezuela und Thailand, aber auch
Portugal und Griechenland müssten völlig neu bewertet werden“,
warnt Portig. Daher sei ein striktes Risikomanagement auch in
Zeiten einer relativ guten Konjunktur dringend nötig.
Entgegen den Berichten einiger Medien werden auf den deutschen
Steuerzahler voraussichtlich rund 2,6 Milliarden Euro aus der
argentinischen Staatspleite zukommen. Einige deutsche Firmen
werden Auftragsstornierungen und Abschreibungen hinnehmen müssen.
Die wirklich leidtragenden sind die argentinischen Bürger. Die
Inflation schätzt der IWF auf über 30 Prozent. Die offizielle
Inflationsmessung (seit 2007 ist die Statistikbehörde Indec unter
Regierungskontrolle) wird mutmaßlich manipuliert. Aktuelle
Inflationsraten werden zur Zeit nicht veröffentlicht Die relative
Armut, die in allen OECD-Ländern gemessen wird, liegt in Argentinien
bereits bei rund zwei Dritteln der Bevölkerung; mit steigender
Tendenz.
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