Krieg im Iran nicht auf Knopfdruck vorbei
Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, Vorstand der Kölner Investmentberatung INVEXTRA.COM AG
- Iran: Märkte unterschätzen das Risiko einer längeren Eskalation
Tittes verweist darauf, dass die US‑Regierung zwar ein starkes Interesse an einer schnellen Deeskalation habe – nicht zuletzt, weil steigende Ölpreise unmittelbar die Benzinkosten der Verbraucher erhöhen und damit die Kaufkraft belasten. In einem Jahr mit wichtigen Zwischenwahlen ist das politisch besonders sensibel. „Doch für ein Ende des Konflikts braucht es nicht nur die Bereitschaft der USA, sondern auch die von Israel und Iran – und diese ist derzeit nicht erkennbar.“
Hormus Seestrasse: Schiffe stauen dicht an dicht
Quelle: https://youtu.be/fOXgrG0Ea44 , Hormuz Disruptions, US Navy Escort Plans (or lack of) and Impact on Global Trade
Ein zentrales Risiko bleibt die Straße von Hormus. Eine länger anhaltende Blockade würde bedeuten, dass rund 29 % des globalen Ölbedarfs nicht wie gewohnt transportiert werden können. Das könnte die Ölpreise weiter steigen lassen, die Inflation weltweit anheizen und die Zentralbanken zwingen, geplante Zinssenkungen zu verschieben oder sogar erneut zu straffen – mit Parallelen zu den Inflationsschüben der 1970er‑Jahre oder den Jahren nach dem Beginn des Ukraine‑Krieges und der COVID‑Pandemie.
Märkte preisen schnelle Entspannung ein – Experten warnen vor Fehleinschätzung
Mohamed El‑Erian, Professor an der Wharton School und Chefökonomischer Berater von Allianz, sieht eine deutliche Diskrepanz zwischen geopolitischem Risiko und Markterwartung. Nach seiner Einschätzung liegt die Wahrscheinlichkeit bei rund 50 %, dass der Konflikt im Iran länger andauert und die Straße von Hormus vorerst geschlossen bleibt. Die Märkte hingegen preisten derzeit eine 80 %‑Chance ein, dass die Lage innerhalb weniger Tage wieder unter Kontrolle sei.
Diese Fehleinschätzung könne zusätzliche Abwärtskorrekturen an den Märkten auslösen, so El‑Erian. Er betont zudem, dass die Weltwirtschaft inzwischen anfälliger für „heftigere und häufigere Schocks“ geworden sei – geopolitisch, wirtschaftlich und strukturell.
„>> hier das Interview von Mohamed El-Erian"
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