Swisscanto I Von Halbleitern zu Anwendungen: Nachhaltiges Wachstum durch Künstliche Intelligenz
Dr. Gerhard Wagner, Leiter nachhaltige Aktienstrategien, und Philipp Mettler, Senior Portfolio Manager für globale Aktienstrategien, bei der Zürcher Kantonalbank, der Asset Managerin von Swisscanto Fonds
- •Nachhaltige Wachstumsthemen haben seit Jahresbeginn eine starke Performance hingelegt. Vor allem Unternehmen, die durch Elektrifizierung zur Energiewende beitragen, erzielten hohe Renditen
- •Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) ist der Schlüssel für nachhaltiges Renditewachstum an den globalen Aktienmärkten
Vor allem in der Informationstechnologie (IT), in der Industrie und im Gesundheitswesen schafft KI ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial
Investmentfonds.de | Bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 starteten nachhaltige Investments ihr Comeback. Besonders beeindruckend war die Performance von Unternehmen, die von der Energiewende durch Elektrifizierung – also dem Einsatz elektrischer Energie anstelle von fossil betriebenen Systemen – profitieren, und das trotz eines US-Präsidenten, der mit seiner Politik fossile Brennstoffe fördert. Der strukturelle Trend zur Dekarbonisierung bleibt bestehen und wird von der zunehmenden Nutzung und Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) und ihrem hohen Energiebedarf noch weiter angetrieben. Auch als Investmentthema könnte KI in den kommenden Monaten eine Schlüsselrolle für nachhaltiges Wachstum spielen und den globalen Aktienmärkten Auftrieb verleihen.
KI-Anwendungen lösen Chiphersteller und Datenzentren als Hauptprofiteure ab
Ausgewählte nachhaltige Wachstumsthemen haben sich seit Jahresbeginn gut entwickelt und sogar den globalen Aktienindex MSCI World weit übertroffen. Insbesondere Unternehmen mit hoher Qualität konnten eine hervorragende Performance erzielen – Titel mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial, die über gesunde Bilanzen verfügen, deren Kapitalrenditen über den Kapitalkosten liegen und deren Management-Teams überzeugend sind.Für die kommenden Monate sind hier hauptsächlich jene Wachstumsthemen interessant, die vom KI-Boom profitieren. Der Fokus verlagert sich über die KI-Infrastruktur und -Modelle hinaus hin zu den Anwendungen. Interessant sind also nicht mehr nur die Produzenten von Hochleistungs-Chips und die Betreiber von Datenzentren, die die nötige Rechenleistung für KI bereitstellen. Vielmehr stehen die tatsächlichen Anwendungen im Vordergrund: in der Medizin beispielsweise zur Tumorerkennung oder bei der Erforschung neuer Medikamente.
Für nachhaltig orientierte Anleger sind auch potenzielle Effizienzsteigerungen durch KI-Anwendungen relevant. Dazu zählen etwa physische KI bei selbstfahrenden Fahrzeugen, aber auch prädiktive KI, die durch „Load-Shifting“ das Laden von Elektrofahrzeugen und das Heizen oder Kühlen von Räumen auf Tageszeiten verlegt, in denen Strom günstig und reichlich vorhanden ist. Einige ausgewählte Beispiele für die Anwendung von KI für die nachhaltige Entwicklung sind:
- •Physische KI: Selbstfahrende Autos sind energieeffizienter.
- •Prädiktive KI: Intelligente Stromnetze können durch „Load-Shifting“ die Stromnachfrage dem Stromangebot anpassen, gerade auch aus erneuerbaren Energien.
- •„Sehende“ KI: Sogenannte „Computer Vision“ kann dem menschlichen Auge überlegen sein und findet bereits zahlreiche Anwendungen, etwa in der Tumorerkennung.
- •Generative KI: Der Healthcare-Sektor zählt zu den Pionieren bei der Anwendung von KI. Generative Künstliche Intelligenz beschleunigt beispielsweise die Erforschung neuer Medikamente.
Energie für KI: Industrieunternehmen im Bereich Elektrifizierung profitieren
Der Fokus bei KI verschiebt sich zwar auf die tatsächlichen Anwendungen, doch KI ist ohne Energie und Elektrifizierung nicht möglich. Denn die Nutzung von KI benötigt eine hohe Rechenleistung, die durch Datenzentren bereitgestellt wird. Diese sind aber enorm energiehungrig. Der globale Energiebedarf von Rechenzentren könnte sich nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) bis 2050 verdoppeln oder gar verdreifachen. Damit würde der Verbrauch vermutlich schneller als die Weltwirtschaft wachsen.Was wie ein Nachteil wirkt, ist aus Sicht nachhaltiger Geldanlage durchaus vorteilhaft: Elektrische, aus erneuerbaren Quellen stammende Energie, ist effizienter und kann die Dekarbonisierung fördern. Dies dürfte zudem die Versorgungssicherheit erhöhen, da eine geringere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern die Verwundbarkeit gegenüber Import- und Preisschocks reduziert. Industriekonzerne, die auf Elektrifizierung spezialisiert sind, sind unserer Meinung nach gut aufgestellt, um von dieser Entwicklung zu profitieren. Dazu zählen Unternehmen wie die französische Schneider Electric, die deutsche Siemens Energy oder die italienische Prysmian.
Vielversprechende Unternehmen in Zulieferketten von Halbleitern
Ein weiterer Bereich, der für KI unentbehrlich ist, sind Halbleiter. Diese werden für den Bau der oben genannten Rechenzentren benötigt – und die Aktien der Produzenten stehen schon seit Langem im Zentrum des KI-Booms. Entsprechend hoch sind die Bewertungen. Gleichzeitig haben die massiven Investitionen großer Cloud-Anbieter wie Google, Amazon, Microsoft und Oracle in jüngerer Vergangenheit die Sorgen vor einer möglichen Blasenbildung befeuert.Dennoch gibt es bei Halbleitern noch attraktive Unternehmen. So sind beispielsweise in den Zulieferketten Segmente entstanden, in denen die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt. Unser Augenmerk gilt hier vor allem Anbietern wie dem US-Unternehmen Micron sowie den südkoreanischen Konzernen Samsung und SK Hynix. Interessant ist auch der in Taiwan ansässige Produzent von Hochleistungschips TSMC, dessen Kapazitäten für längere Zeit ausgelastet sein dürften.
Nachgelagerte KI-Anwendung: Chancen im Gesundheitssektor
Der Gesundheitssektor bildet die Avantgarde bei der nachgelagerten Anwendung Künstlicher Intelligenz. Die hohe Adaptionsrate von KI im Gesundheitssektor zeigt sich deutlich durch die steigende Anzahl kostenpflichtiger Lizenzen für KI-Anwendungen in den letzten zwei Jahren. In den USA beispielsweise – dem größten Markt für Healthcare-Investments – wächst die Zahl der KI-Anwendungen dreimal so schnell wie in der Gesamtwirtschaft. Insbesondere die Pharmaindustrie zeigt eine hohe Bereitschaft, in KI-Technologien zu investieren. Erst vor wenigen Wochen kündigten der US-Chiphersteller Nvidia und der US-amerikanische Pharmariese Eli Lilly die Gründung eines gemeinsamen Biotech-Labors an. Dort sollen die Expertinnen und Experten beider Firmen zusammenarbeiten, um die Entwicklung neuer Medikamente zu beschleunigen und zu verbessern.*** - Anzeige -
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