Capital | Die jüngsten US-Inflationsdaten
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
- US-Verbraucherpreisindex verlangsamt sich weiter
- Märkte neigen zu zurückhaltender Haltung
Der Kern-VPI entsprach mit 0,3 % eher den Erwartungen auf Monatsbasis, aber der jährliche Kernwert ging auf 2,5 % zurück und lag damit leicht unter dem vorherigen Wert. Während die Kerninflation immer noch über dem Ziel liegt, ist die allgemeine Schlussfolgerung, dass die Inflation weiterhin rückläufig ist, ohne wieder anzusteigen, was genau dem Ergebnis entspricht, das sich die Märkte erhofft hatten, zu rechnen ist.
Die unmittelbare Reaktion war weitgehend risikopositiv:
- US-Dollar: Der Dollar gab nach der Veröffentlichung nach, da eine schwächere Inflation die Dringlichkeit einer restriktiven Geldpolitik verringert. Niedrigere Zinserwartungen verringern die Renditedifferenzen und belasten den Greenback.
- Anleihen: Die Renditen von US-Staatsanleihen gingen zurück, da die Händler die Erwartung weiterer Zinssenkungen durch die Fed im Laufe dieses Jahres bekräftigten. Am kurzen Ende der Kurve war die Bewegung am ausgeprägtesten, da sich die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik anpassten.
- Aktien: US-Aktienfutures legten zu, da die Daten als Unterstützung für die These einer sanften Landung interpretiert wurden – das Wachstum bleibt intakt, während die Inflation weiter nachlässt. Niedrigere Renditen stützen auch die Bewertungen, insbesondere in zinssensitiven Sektoren wie der Technologiebranche.
- Gold: Edelmetalle konnten ihre Gewinne ausbauen, da fallende Realrenditen und ein schwächerer Dollar für zusätzlichen Rückenwind sorgten.
Was bedeutet dies für die Fed?
Diese Zahlen untermauern die Annahme, dass die Federal Reserve ihre Politik der schrittweisen Lockerung fortsetzen kann, ohne einen erneuten Inflationsdruck befürchten zu müssen. Wichtig ist, dass der Arbeitsmarkt zwar weiterhin robust ist, die heutigen CPI-Zahlen jedoch das Risiko verringern, dass starke Beschäftigungsdaten die Fed zu einem hawkischen Umdenken zwingen. Der Arbeitsmarkt bleibt robust, aber aufgrund der schwächeren Inflation muss die Fed nicht aggressiv reagieren. Die Märkte sagen damit praktisch: „Wenn sich die Inflation abkühlt, können wir starke Beschäftigungszahlen tolerieren.“ Das trägt zur Stabilisierung der Zinssenkungserwartungen bei und verhindert einen starken Anstieg der Renditen.
Obwohl der Gesamt-VPI hinter den Erwartungen zurückblieb, lag der Kern-VPI mit 0,3 % nicht besonders niedrig. Das bedeutet, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht vollständig gewonnen ist. Wenn die Kern-Dienstleistungen in den kommenden Monaten stabil bleiben, müssen die Märkte möglicherweise neu bewerten, wie schnell die Fed ihre Geldpolitik lockern kann. Die heutige Entwicklung ist also unterstützend, aber kein endgültiges Entwarnungssignal, was bedeutet, dass die Dynamik möglicherweise nicht von Dauer ist.
Die Märkte dürften sich nun darauf konzentrieren, ob sich dieser Trend auch in den Daten des nächsten Monats fortsetzt. Wenn sich die Inflation weiter abschwächt, bleiben Zinssenkungen weiterhin im Gespräch, und dieses Umfeld begünstigt weiterhin Aktien, Anleihen und Edelmetalle, während es die Stärke des Dollars begrenzt.
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.
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