Invextra AG | Unruhe am US-Anleihemarkt führt zu moderateren Aussagen Trumps zur Grönland-Frage
Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, CEO der Kölner Investmentberatung INVEXTRA.COM AG
Investmentfonds.de - Köln, 22.01.2026 - "Am 20. Januar 2026 kam es an den internationalen Finanzmärkten zu deutlichen Verwerfungen bei den Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sowie beim US-Dollar. Auslöser waren wachsende Unsicherheiten über mögliche neue US-Zölle gegen Europa, die Gefahr eines erneuten Handelskonflikts sowie politische Spannungen im Zusammenhang mit US-Drohungen gegenüber Grönland.
Viele internationale Investoren reagierten darauf vorsichtig und begannen, den sogenannten „America Trade“ sowohl an den Anleihe- als auch an den Aktienmärkten zu reduzieren. Dazu zählten unter anderem große institutionelle Anleger wie dänische und schwedische Pensionsfonds.
Infolge dieser Umschichtungen stieg die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe von unter 4,19 Prozent auf zuletzt über 4,283 Prozent. Damit verteuert sich die Refinanzierung der US-Staatsschulden erneut. Genau diesen Anstieg der Zinslast versucht die Trump-Regierung seit Monaten zu verhindern. Entsprechend wächst der politische Druck auf Fed-Chef Jerome Powell, die Leitzinsen zu senken.
Die jüngsten Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben jedoch das Gegenteil bewirkt: Die Zinskosten für die hohe Verschuldung der USA steigen weiter. Eine nachhaltige Entspannung ist derzeit nicht absehbar, solange die jährliche Neuverschuldung der USA nicht unter drei Prozent sinkt und keine spürbaren Sparmaßnahmen im US-Haushalt umgesetzt werden.", sagt Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, CEO der Kölner Investmentberatung INVEXTRA.COM AG
Erschütterung der Renditen von US-Staatsanleihen zwingt Donald Trump zu milderen Tönen gegenüber Grönland
Quelle: CNBC
"Die jährlichen Zinszahlungen machen inzwischen rund 20 % der Gesamteinnahmen des US-Haushalts aus. Damit schrumpft der finanzielle Spielraum der US-Regierung für neue Ausgaben sowie für Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung spürbar.
Die jüngsten Turbulenzen bei den Renditen von US-Staatsanleihen haben den politischen Druck deutlich erhöht. Sie zwangen US-Finanzminister Scott Bessent und Präsident Donald Trump zu milderen Tönen in der Grönland-Frage. Am Abend des 21. Januar erklärte die US-Regierung überraschend, keine feindliche Übernahme Grönlands anzustreben und die zuvor angekündigten Zölle gegenüber europäischen Ländern zurückzunehmen.
Die Kapitalmärkte reagierten prompt: Die Renditen stabilisierten sich, Aktienkurse erholten sich spürbar. Das Beispiel zeigt erneut, dass Rentenmärkte politische Grenzen setzen. Nicht nur die britische Regierung unter Liz Truss, sondern auch die US-Regierung unter Donald Trump wurde durch steigende Finanzierungskosten zum Einlenken gezwungen.
Ähnliche Mechanismen drohen auch anderen hochverschuldeten Staaten – etwa Japan sowie Euroländern wie Deutschland, Frankreich und Italien. Überschuldung bleibt nicht folgenlos: Ab einem kritischen Punkt bestimmen die Kreditgeber zunehmend die Handlungsoptionen der Regierenden.
Je höher die Investitionen in Wachstum, Bildung und Forschung, je solider der Staatshaushalt und je geringer Defizite und Neuverschuldung – idealerweise unter 3 % jährlich –, desto größer ist das Vertrauen der Finanzmärkte. Und desto größer bleibt auch der politische Handlungsspielraum für eigene Entscheidungen und notwendige Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung.", erläutert Tittes weiter.
Fazit
Die Lektion ist eindeutig: Kapitalmärkte verzeihen vieles – aber keine dauerhaft ausufernde Staatsverschuldung.****
Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter https://www.investmaxx.com, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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