Capital | Der US-Dollar fällt aufgrund von „Sell America“-Geschäften auf ein Vierjahrestief.
Kyle Rodda, Senior Finanzmarkt Analyst der Capital.com
- Goldpreise steigen aufgrund von Anzeichen für „TINA“-Geschäfte auf neue Rekordhöhen.
- Der Fokus richtet sich heute auf die Entscheidung des FOMC und eine Flut von US-Tech-Ergebnissen.
Die Märkte haben genug von US-Präsident Trumps unberechenbarem Verhalten und seiner Politik. Der Wendepunkt war Präsident Trumps törichter Versuch, die Europäer mit Gewalt zur Übergabe Grönlands zu zwingen. Grundsätzlich haben jedoch die immer wiederkehrenden Zölle gegenüber Handelspartnern, Drohungen gegen Beamte der Fed, eine unüberlegte Fiskalpolitik und die allgemeine Unberechenbarkeit in der Handels-, Außen- und Wirtschaftspolitik die Marktteilnehmer über die Grenze getrieben.
Ob es sich hierbei um eine vorübergehende Schwäche des Marktes für den Rest von Trumps Amtszeit oder um einen dauerhaften Bruch handelt, ist umstritten. Es ist jedoch völlig klar, dass die Märkte versuchen, die von Trump ausgehenden Risiken zu bewältigen.
Der „Sell America“- und „De-Dollarisation“-Handel wurde über Nacht noch verstärkt, nachdem Präsident Trump erklärte, er sei nicht besorgt über den Rückgang des Dollars. Was die Marktteilnehmer oft beruhigt, ist die Tatsache, dass Trump sich als sensibel für Marktsignale erwiesen hat – dies ist die Grundlage des sogenannten TACO-Handels. Die Tatsache, dass der US-Präsident das Signal noch nicht erhalten hat, deutet darauf hin, dass er nicht in der Lage ist, den Kurs umzukehren und die zugrunde liegenden Probleme zu beheben.
Letztendlich war zwar der US-Dollar gestern Abend der Mittelpunkt der Bewegung, doch diese griff auch auf andere Bereiche des Marktes über. Edelmetalle verzeichnen einen Anstieg. Zum Teil ist dies eine mechanische Folge der Preisbildung in US-Dollar. Allerdings findet auch ein TINA-Handel mit Gold statt: Es gibt keine Alternative, wenn es um die Wertspeicherung in diesem Umfeld geht. Allerdings steigen auch die Preise für andere Metalle, teilweise aufgrund des Wertverlusts des Dollars, teilweise aufgrund des Bestrebens, sich in knappen Vermögenswerten zu engagieren. Auch die Wall Street profitiert vom schwächeren Dollar. US-Aktien profitieren am Rande von den Gewinnsteigerungen aufgrund fallender Währungen, während dies auf der anderen Seite die Aktien in Europa und anderswo belastet.
Die Marktteilnehmer werden ihren Fokus heute auf die Fundamentaldaten richten, da die erste FOMC-Sitzung und eine Flut von Technologie-Gewinnmeldungen auf der Tagesordnung stehen. Aus politischer Sicht wird von der Fed nichts Neues erwartet: keine Änderung der Zinssätze, keine aktualisierte Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen, keine Änderung der Leitlinien. Aber es gibt Spekulationen über die strafrechtlichen Ermittlungen der Trump-Regierung gegen die Zentralbank und Angriffe auf die Unabhängigkeit der Zentralbank. Unterdessen werden die Technologieunternehmen massive Gewinne für einen Aktienmarkt verzeichnen, der sich weiterhin auf Rekordhöhen bewegt. Tesla, Meta und Microsoft legen ihre Berichte nach Börsenschluss an der Wall Street am Mittwoch vor.
Auch die Zinsaussichten für Australien stehen im Fokus, wobei die heute veröffentlichten Inflationsdaten möglicherweise darüber entscheiden werden, ob die RBA nächste Woche die Zinsen anhebt. Der entscheidende getrimmte Mittelwert dürfte auf 3,3 % steigen, was die derzeitige Hartnäckigkeit der australischen Inflation verdeutlicht. Eine positive Überraschung würde die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung deutlich erhöhen, insbesondere angesichts der Anzeichen für einen robusten Arbeitsmarkt und eine leicht stärkere Haushaltsaktivität. Vor der Veröffentlichung der heutigen Daten gehen die Märkte von einer Wahrscheinlichkeit von 57 % für eine Zinserhöhung durch die RBA bei ihrer Sitzung im Februar aus.
US-Dollar Index 27.01.2026
Quelle: TradingView
****
Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Capital.com). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Capital.com).
|
INVESTMENTFONDS.DE |
|
INVESTMENTFONDS.DE | Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.