Capital | Die kommende Woche
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de - Die Märkte gehen mit einem starken Fokus auf Makroökonomie und Politik in die nächste Woche, da die Anleger ihren Optimismus hinsichtlich einer nachlassenden Inflation gegen die anhaltende Unsicherheit über Wachstum und Geopolitik abwägen. Nach den jüngsten, durch Schlagzeilen ausgelösten Schwankungen bleibt die Stimmung weiterhin fragil, was bedeutet, dass die Händler wahrscheinlich eher reaktiv als direktional agieren werden und ihre Positionierung sensibel auf Signale der Zentralbanken, wichtige Datenveröffentlichungen und Gewinnprognosen reagieren wird.
Die Politik der Fed steht im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt steht die Sitzung der US-Notenbank. Obwohl keine Zinsänderung erwartet wird, werden die Märkte sehr aufmerksam auf den Ton der Erklärung und die Pressekonferenz von Fed-Chef Powell achten. Jede Anpassung der Einschätzung der Fed hinsichtlich Inflation, Arbeitsmarktbedingungen oder Abwärtsrisiken für das Wachstum könnte sich schnell auf die Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung auswirken. Eine Botschaft, die Geduld bekräftigt und die Abkühlung der Konjunktur anerkennt, würde wahrscheinlich die Aktienmärkte stützen und den Dollar unter Druck setzen, während eine vorsichtigere oder hawkische Haltung die Volatilität bei Risikoanlagen wiederbeleben könnte.Gewinne sind am Rand wichtig
Die Unternehmensgewinne bleiben ein weiterer wichtiger Treiber unter der Oberfläche. Die viel beachteten Ergebnisse großer US-Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Technologie und Industrie, werden Aufschluss über die Nachfragesituation, die Margen und das Vertrauen der Unternehmen für das Jahr 2026 geben. Die Prognosen werden besonders wichtig sein, da die Märkte versuchen werden zu beurteilen, ob die Gewinnerwartungen in einem Umfeld mit nachlassendem Wachstum weiterhin realistisch sind. Die Reaktionen auf Sektorebene könnten weiterhin die Indexperformance dominieren.Geopolitik bleibt ein latentes Risiko
Zu Beginn der Woche bleibt die Geopolitik ein grundlegendes Risiko. Zwar haben sich einige Spannungen zuletzt entspannt, darunter auch eine teilweise Deeskalation in der Rhetorik zwischen den USA und Europa, doch herrscht weiterhin allgemeine Unsicherheit hinsichtlich der globalen Handelsbeziehungen und der Entwicklungen im Nahen Osten. Diese Themen dürften den täglichen Handel nicht dominieren, sofern sich die Schlagzeilen nicht verschärfen, aber sie rechtfertigen weiterhin eine gewisse Vorsicht und die Nachfrage nach sicheren Anlagen in Krisenzeiten.Insgesamt lautet das zentrale Thema für die kommende Woche „Bestätigung“. Die Märkte suchen nach Bestätigung dafür, dass sich die Inflation abkühlt, das Wachstum zwar verlangsamt, aber nicht zum Stillstand kommt, und die Zentralbanken sich einer Normalisierung ihrer Geldpolitik annähern. Wenn die kommenden Signale mit dieser Einschätzung übereinstimmen, könnten Risikoanlagen weiterhin Unterstützung finden. Ist dies nicht der Fall, könnte sich die Stimmung schnell defensiver entwickeln, was die Volatilität hoch halten und die Bedeutung einer flexiblen Positionierung unterstreichen würde.
Gold nähert sich der 5.000-Dollar-Marke
Gold hat sich in der aktuellen Phase der Unsicherheit als einer der klaren Outperformer erwiesen und profitiert von einer Kombination aus geopolitischen Risiken, sich verändernden Zinserwartungen und einer fragilen Risikostimmung. Anhaltende Spannungen im Nahen Osten, anhaltende Handels- und politische Unsicherheiten sowie Fragen zur Dauerhaftigkeit der Soft-Landing-Prognose haben die Nachfrage nach defensiven Anlagen auf einem hohen Niveau gehalten.Gleichzeitig haben die Erwartungen, dass die großen Zentralbanken ihre lockere Geldpolitik fortsetzen werden, den Gegenwind durch die Realrenditen verringert, wodurch Gold sowohl als Absicherung gegen Volatilität als auch als Wertanlage attraktiver geworden ist. Solange die Unsicherheit hoch bleibt und das Vertrauen in das Wachstum weiterhin verhalten ist, dürfte Gold gut unterstützt bleiben, selbst wenn risikoreichere Anlagen weiter zulegen. Aus technischer Sicht wird die Marke von 5.000 US-Dollar im Mittelpunkt stehen, die in den kommenden Tagen wahrscheinlich als psychologischer Anziehungspunkt für Käufer wirken wird, auch wenn die Bedingungen stark in Richtung Überkauft tendieren und eine Korrektur erforderlich machen.
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter https://www.investmaxx.com, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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