BENDURA BANK AG | Wie KI-Euphorie Geopolitik, Inflation und Marktbreite ausblendet
Joel Frick, Investment Lead, BENDURA BANK AG
- Der Markt schaut nur noch in eine Richtung
KI-Dominanz als tragendes, aber schmales Fundament
Der Nasdaq Composite legte im April um 15 % zu - seinen stärksten Monat seit April 2020. Alle Mitglieder der "Magnificent Seven" schlossen im positiven Bereich; Alphabet gewann 33,9 %, Amazon 27,3 %. Doch abseits dieser Titel trat der breite S&P 500 faktisch auf der Stelle. Weniger als die Hälfte seiner Mitglieder notiert in der Nähe jüngster Höchststände - die Marktbreite schwindet, auch wenn der Index neue Hochs markiert. Für Portfolios, die diese Konzentration nicht aktiv adressieren, ist das keine Triumphmeldung, sondern ein Warnsignal.Geopolitik: Waffenruhe ist nicht Frieden
Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA löste zu Monatsbeginn eine kräftige Rallye bei Risikoanlagen aus. Doch bereits am ersten Tag kam es zu neuen Angriffen auf saudische Energieinfrastruktur, zur Wiederholung israelischer Luftschläge und zur erneuten Schliessung der Strasse von Hormus. Der Ölpreis blieb erhöht, und ein signifikanter Risikoaufschlag blieb bis Monatsende eingepreist. Investoren haben gelernt, geopolitisches Rauschen auszublenden - eine Fähigkeit, die sich bezahlt macht, solange die Unternehmensgewinne liefern. Tun sie das nicht mehr, fehlt der Puffer.Makroökonomie: Wachstum mit wachsenden Rissen
Die US-Wirtschaft expandiert weiterhin - Wachstumsprognosen für 2026 liegen bei 2,3 bis 2,5 %, doch die Erosion an den Rändern ist spürbar. Das Beschäftigungswachstum normalisiert sich, der private Konsum zeigt erste Ermüdungserscheinungen, und steigende Energiepreise belasten Margen in energieintensiven Sektoren. In Europa ist das Bild düsterer: Das BIP des Euroraums wuchs im ersten Quartal lediglich um 0,1 %, die Inflation stieg im April auf 3,0 %, und Deutschland sieht sich mit einer Arbeitslosenquote von 6,4 % konfrontiert. Die EZB steht vor einer schwierigen Wahl - Märkte preisen eine Zinserhöhung im Juni mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 85 % ein, was die Finanzierungskosten weiter erhöhen und zinssensitive Anlagen belasten dürfte.Anleihen, Rohstoffe und der starke Dollar
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf rund 4,45 % und auch europäische Staatsanleihen gerieten stärker unter Druck: Zehnjährige Bundesanleihen näherten sich der 3%-Marke, französische Papiere notieren bereits bei rund 3,7 %. Rohstoffseitig bleibt Kupfer strukturell interessant - die Elektrifizierungsnachfrage dürfte das Angebot mittelfristig übersteigen. Beim Öl sorgt die ausgeprägte Backwardation für anhaltend erhöhte Volatilität. Der US-Dollar profitiert von der relativen Widerstandskraft der amerikanischen Wirtschaft gegenüber Energieschocks und bleibt in diesem Umfeld gestützt.Was das für Portfolios bedeutet
Starke Monatsgewinne laden zur Selbstgefälligkeit ein. Wir halten dagegen: Die aktuellen Rekordstände sind das Ergebnis extremer Gewinnsichtbarkeit bei einer Handvoll KI-Titeln - nicht Ausdruck breiter wirtschaftlicher Stärke. Der Halbleitersektor verfügt über erhebliche Preissetzungsmacht und weist teils einstellige Forward-KGVs auf, was weiteres Potenzial signalisiert. In Europa sind zinsabhängige Sektoren und energieintensive Geschäftsmodelle mit erhöhter Vorsicht zu behandeln. "Sell in May" ist historisch keine zuverlässige Regel - aber der Mai 2026 verlangt Selektivität, nicht Euphorie.- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (BENDURA BANK AG). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (BENDURA BANK AG)
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Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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