15.07.2005
Bruttoverdienste im Jahr 2004 im Schnitt bei 39 800 Euro
Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren
die Bruttojahresverdienste der vollzeitbeschäftigten
Arbeitnehmer/-innen im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und
Versicherungsgewerbe im Jahr 2004 mit durchschnittlich 39 815 Euro um
2,4% höher als 2003. Dabei reichte die Spanne der durchschnittlichen
Bruttojahresverdienste von rund 13 000 Euro bei den Arbeiterinnen in
der Ledererzeugung in den neuen Ländern und Berlin-Ost bis zu fast 70
000 Euro bei den männlichen Angestellten in der Mineralölverarbeitung
im früheren Bundesgebiet. Die durchschnittlichen
Bruttojahresverdienste aller erfassten Wirtschaftsbereiche stiegen um
2,4% auf 41 068 Euro in Westdeutschland und um 2,7% auf 29 352 Euro
in Ostdeutschland. Damit lagen die Ost-Verdienste im Jahr 2004 – wie
schon 2003 – bei rund 71% des Niveaus im früheren Bundesgebiet.
Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten 2004 in Deutschland in den
genannten Wirtschaftsbereichen durchschnittlich 33 220 Euro und damit
fast 9 000 Euro weniger als vollzeitbeschäftigte Männer (41 941
Euro). Dieser Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen zeigt sich
auch im früheren Bundesgebiet. In den neuen Ländern und Berlin-Ost
war er mit gut 3 500 Euro deutlich geringer. Allerdings nahm der
Unterschied zwischen Männern und Frauen in Ostdeutschland im
Vergleich zum Jahr 2003 um 500 Euro zu: Die Bruttoverdienste der
Männer sind um 2,7%, die der Frauen aber nur um 2,4% gestiegen. Aus
dem geschlechterspezifischen Verdienstabstand kann nicht geschlossen
werden, dass Frauen im gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit
unterschiedlich bezahlt werden. Die Verdienstunterschiede zwischen
Frauen und Männern lassen sich vielmehr durch Unterschiede in der
männlichen und weiblichen Arbeitnehmerstruktur erklären. Diese ist
beispielsweise gekennzeichnet durch Unterschiede im
Anforderungsniveau, bei der Verteilung auf besser und schlechter
bezahlte Wirtschaftszweige, bei der Größe der Unternehmen, der Zahl
der Berufsjahre, der Dauer der Betriebszugehörigkeit und des
Ausbildungsniveaus.
Als Bruttojahresverdienste oder Verdienste werden hier die
jahresdurchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer
bezeichnet. Eingeschlossen sind alle regelmäßigen und unregelmäßigen
Zahlungen für geleistete Arbeit – also auch Weihnachtsgeld oder
Leistungsprämien – und zwar vor Abzug der Arbeitnehmersozialbeiträge
und der Lohnsteuer. Nicht enthalten sind die
Arbeitgebersozialbeiträge. Erfasst werden die Verdienste der
vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer/-innen im Produzierenden Gewerbe
und die Verdienste der vollzeitbeschäftigten Angestellten im Handel,
Kredit- und Versicherungsgewerbe. Verdienste von
Teilzeitbeschäftigten und geringfügig Beschäftigten werden nicht
erfragt.
Bruttojahresverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer/-innen
im Jahr 2004
Früheres Neue
Deutsch- Bundes- Länder
land gebiet und
Wirt- Arbeit- Berlin-Ost
schafts- nehmer- Verände- Verände- Verände-
bereich gruppe rung rung rung
Euro gegen- Euro gegen- Euro gegen-
über über über
2003 2003 2003
in % in % in %
Produzie- Insge-
rendes samt 39 815 + 2,4 41 068 + 2,4 29 352 + 2,7
Gewer- Männer 41 941 + 2,3 43 178 + 2,3 30 462 + 2,7
be 1), Frauen 33 220 + 2,7 34 223 + 2,7 26 908 + 2,4
Handel,
Kredit-
und
Versi-
cherungs-
gewerbe
Produ- Insge-
zierendes samt 39 676 + 2,3 40 986 + 2,3 28 958 + 2,9
Gewerbe Männer 41 150 + 2,2 42 405 + 2,2 29 946 + 2,9
1) Frauen 32 882 + 2,8 34 092 + 2,8 25 817 + 2,6
Arbeiter 33 091 + 1,9 34 210 + 1,8 24 966 + 3,2
Männer 34 240 + 1,8 35 313 + 1,7 25 970 + 3,1
Frauen 25 367 + 2,0 26 371 + 1,9 20 196 + 3,0
Ange-
stellte 51 119 + 2,2 52 330 + 2,2 38 529 + 2,8
Männer 55 330 + 2,1 56 285 + 2,0 42 997 + 2,4
Frauen 39 314 + 2,7 40 470 + 2,6 31 728 + 2,7
Handel,
Kredit- Ange-
und stellte 40 216 + 2,9 41 309 + 2,8 30 561 + 2,4
Versi- Männer 45 226 + 2,6 46 326 + 2,7 33 060 + 2,0
cherungs- Frauen 33 620 + 2,7 34 374 + 2,7 28 402 + 2,4
gewerbe
1) Ohne Handwerk im Verarbeitenden Gewerbe und ohne Ausbaugewerbe.
Weitere Auskünfte gibt:
Alfred Höpfl,
Telefon: (0611) 75-2198,
E-Mail: alfred.hoepfl@destatis.de
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