Capital | Die Aktienmärkte bleiben optimistisch in Bezug auf eine Deeskalation
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de - Die Märkte handeln zunehmend optimistisch auf das Waffenstillstandsabkommen im Nahen Osten, wobei die Aktienkurse steigen, da die Investoren die Vorstellung unterstützen, dass das Abkommen halten wird und dass der schlimmste Teil des Energieschocks möglicherweise hinter uns liegt. Die Erholung bei den wichtigsten Indizes spiegelt eine klare Verlagerung von Preiserhöhungen hin zu Preisstabilisierung wider. Dieser Anstieg scheint jedoch eher durch Stimmung und Positionierung getrieben zu sein als durch eine wesentliche Verbesserung der zugrunde liegenden Fundamentaldaten, wodurch die Märkte exponiert bleiben, falls dieses Narrativ infrage gestellt werden sollte.
Wenn man sich die Charts ansieht, war die Erholung technisch gesehen konstruktiv, aber immer noch vorsichtig. Der S&P 500 hat die Region 6.700–6.800 zurückerobert, ist wieder über wichtige gleitende Durchschnitte gestiegen und hat einen Großteil des jüngsten Einbruchs korrigiert, während der Nasdaq 100 eine ähnliche Erholung zeigt und nach einem starken Rückgang wieder auf den Widerstand zusteuert. Unterdessen ist der DAX stark von seinen Tiefständen zurückgeprallt, was auf eine verbesserte globale Risikobereitschaft hinweist. Momentum-Indikatoren wie der RSI haben sich aus überverkauften Bereichen erholt, was darauf hindeutet, dass der schlimmste Teil des jüngsten Verkaufsdrucks nachgelassen hat. Diese Indizes nähern sich jedoch nun wichtigen Widerstandsbereichen, die als Decke wirken könnten, wenn sich das fundamentale Umfeld nicht verbessert.
Das zentrale Problem ist, dass die Märkte effektiv einem positiven Ausgang vorgreifen, indem sie davon ausgehen, dass der Waffenstillstand in eine dauerhafte Deeskalation und eine Normalisierung der Energiemärkte münden wird. Der Rückgang des Ölpreises stützt diese Sichtweise, da die mit Lieferunterbrechungen verbundene Risikoprämie begonnen hat, sich aufzulösen. Dies bleibt jedoch eine fragile Annahme. Der Waffenstillstand befindet sich noch in den Anfängen, und die strukturellen Treiber des Konflikts, insbesondere rund um die Straße von Hormus, sind noch nicht vollständig gelöst. Jede Verschlechterung der Situation könnte die derzeitige Risiko-Bereitschaft schnell umkehren.
Deshalb könnte sich der Fokus nun auf die bevorstehende Gewinnsaison verlagern, die konkretere Hinweise darauf geben wird, wie Unternehmen in diesem Umfeld zurechtkommen. Bisher haben die Aktienmärkte weitgehend die potenziellen Auswirkungen höherer Energiekosten und strengerer Finanzbedingungen ausgeblendet. Doch die Margen dürften unter Druck geraten, insbesondere in energieintensiven Sektoren, da die Inputkosten gestiegen sind und möglicherweise noch nicht vollständig in den Unternehmensprognosen berücksichtigt werden. Wenn die Gewinne bestätigen, dass Unternehmen in der Lage waren, diese Kosten zu absorbieren oder weiterzugeben, könnte die aktuelle Rallye weitere Unterstützung finden. Sollten die Margen hingegen zu sinken beginnen oder die Prognosen nach unten revidiert werden, könnte dies die optimistische Haltung des Marktes infrage stellen.
Im Wesentlichen werden Aktien derzeit eher auf Hoffnung als auf Bestätigung gehandelt. Die Narration eines Waffenstillstands war ausreichend, um die Stimmung zu stabilisieren und eine Erholung voranzutreiben, aber die Nachhaltigkeit dieser Bewegung wird sowohl von geopolitischen Entwicklungen als auch von den harten Zahlen aus den Unternehmensgewinnen abhängen. Bis dahin werden die Märkte wahrscheinlich empfindlich auf Schlagzeilen reagieren, wobei das Chancen-Risiko-Verhältnis weiterhin zugunsten von Volatilität und nicht eines klaren, nachhaltigen Trends verschoben ist.
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