Moventum AM | Wie sich Sparer still und leise selbst enteignen
Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM
Investmentfonds.de | Luxembourg, 19.05.2026 - Europas Sparer verlieren still Vermögen: Billionen lagern unverzinst auf Konten, während die Inflation die Kaufkraft frisst. „Europas größte Fehlallokation von Kapital sitzt womöglich nicht an der Börse — sondern auf Giro- und Tagesgeldkonten“, kommentiert Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM.
Es ist seit Langem bekannt: Die meisten Sparer scheuen das Risiko, sie wünschen sich Sicherheit und tragen ihr Erspartes dorthin, wo sie es sicher wähnen. Das Problem: Genau an diesen Orten ist der Wertverlust keine Möglichkeit, sondern unausweichlich. Rund 14 Billionen Euro halten Europas Haushalte schätzungsweise auf Bankkonten, wo es real Jahr für Jahr schrumpft, dezimiert durch die Inflation.
„Das Problem ist alt, gewinnt derzeit aber an Brisanz“, so Fischer. Denn die Teuerungsrate lag zuletzt in Deutschland bei 2,9 Prozent, in den USA sogar bei 3,8 Prozent. Wer sein Geld in vermeintlich risikolosen Anlagen festhalten will, dem rinnt es durch die Finger. Inflation wirkt dabei wie eine unsichtbare Vermögenssteuer: langsam, stetig und politisch kaum spürbar. Gleichzeitig profitieren Banken von diesem Verhalten. Hohe Einlagen bleiben für sie eine günstige Refinanzierungsquelle, während steigende Zinsen ihre Margen stabilisieren.
Parallel dazu verschärft sich ein struktureller Zielkonflikt: Während Staaten zunehmend auf private Altersvorsorge und Kapitalmarktbeteiligung setzen, verharren große Teile des Vermögens in niedrig verzinsten Einlagen. Europas Wirtschaft benötigt privates Kapital für Wachstum und Innovation – doch das Vertrauen in den Kapitalmarkt bleibt begrenzt. „Die Bevölkerung sucht Sicherheit“, so Fischer, „das System aber braucht Risikoübernahme.“
Diese Entwicklung hat weitreichende gesellschaftliche Folgen. Eine alternde Bevölkerung, kombiniert mit geringer Kapitalmarktpartizipation und anhaltender Inflation, gefährdet langfristig nicht nur individuelle Vermögen. Sie gefährdet auch die finanzielle Resilienz ganzer Volkswirtschaften.
Für Anleger sollte sich daraus ein Umdenken ergeben: Liquidität bleibt wichtig, doch dauerhaft hohe Cash-Quoten können in einem inflationären Umfeld selbst zum Risiko werden. Die zentrale Frage verschiebt sich damit grundlegend: weg von „Wie sicher ist mein Geld?“ hin zu „Wie sicher ist meine Kaufkraft in zehn Jahren?“
„Das ist die vielleicht unbequemste Erkenntnis, der wir uns stellen müssen“, erklärt Fischer. „Das größte Risiko vieler Sparer ist heute womöglich nicht der Kapitalmarkt – sondern die Angst vor ihm.“
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Moventum AM). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Moventum AM)
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Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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