OPHIRUM Goldbarometer: Goldbesitzer nutzen Preisniveau eher zum Kauf als zum Verkauf
Önder Çiftçi, CEO der Ophirum Group
Das Goldbarometer von OPHIRUM zeigt, dass in der allgemeinen Bevölkerung das Interesse an Gold mit dessen Kursschwäche abnimmt – dass aber Goldbesitzer diese Korrektur offenbar vermehrt als Kaufchance sehen.
Investmentfonds.de | Frankfurt, 21. Juli 2026 – Im Zuge der jüngsten Kursschwäche hat die Notierung von Gold zuletzt zeitweise auf unter 4.000 US-Dollar pro Feinunze nachgegeben. Wie sehr das die Einstellung deutscher Privatanleger gegenüber dem Edelmetall beeinflusst, zeigt das jüngste Goldbarometer, das Deutschlands größter Edelmetallfilialist OPHIRUM in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey regelmäßig veröffentlicht. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen der Allgemeinheit und denjenigen, die bereits Gold besitzen.
So zeigt das Goldbarometer, dass der Plan, in naher Zukunft Gold zu kaufen, bei der deutschen Gesamtbevölkerung im Zuge der Goldpreiskorrektur an Zustimmung verloren hat: Während Ende Januar noch rund acht Prozent der von Civey Befragten angaben, in den jeweils kommenden sechs Monaten einen Goldkauf zu planen, ging dieser Anteil bis Ende Juni auf 5,3 Prozent zurück. Anders sieht das bei denjenigen aus, die schon im Besitz von Gold sind: 24,2 Prozent von ihnen planen im kommenden halben Jahr ihren Bestand aufzustocken, das ist ein Plus von 1,7 Prozentpunkten gegenüber Anfang März. Im Gegenzug planen nur 9,1 Prozent Gold zu verkaufen – vor vier Monaten waren dies noch 10,3 Prozent. „Anders als bei der Gesamtbevölkerung hat die Schwäche des Goldpreises bei Goldbesitzern überschaubare Auswirkungen auf ihre Einstellung gegenüber dem Edelmetall – viele von ihnen sehen die jüngste Kursentwicklung und das damit verbundene Preisniveau offenbar als Kaufchance und fühlen sich weniger unter Druck verkaufen zu müssen“, erklärt Önder Çiftçi, CEO von OPHIRUM.
Dass es in aller Regel nicht Privatanleger sind, die den Goldpreis bestimmen, ist zwar bekannt. So haben institutionelle Investoren und vor allem Zentralbanken wesentlich größeren Einfluss. Die Zahlen des OPHIRUM Goldbarometers unterstreichen dies aber besonders deutlich. So ist die Quote der Goldbesitzerinnen und -besitzer in Deutschland, die ihr Gold ganz oder teilweise veräußern wollen, mit besagten 9,1 Prozent so niedrig wie noch nie im Goldbarometer. „Die jüngsten Daten sind eindeutig und das spiegelt auch unsere Erfahrungen aus den Filialen wider: Auf die Privatanleger ist die jüngste Goldschwäche nicht zurückzuführen.“
Das im Goldbarometer von den Privatanlegern gezeigte Verhalten sowie ihre Einstellung lassen den Schluss zu, dass dem Goldpreis von dieser Seite nach aktuellem Stand kein Druck droht. Das kann sich zwar ändern, wenn die Rahmenbedingungen sich drastisch verändern. Aber Önder Çiftçi räumt ein: „Ein grundsätzlicher Stimmungswechsel ist zumindest unter den privaten Investoren momentan nicht festzustellen. Grundsätzlich ist das auch sehr zu begrüßen. Wer in Gold investiert, sollte über kurzfristige Entwicklungen hinwegsehen und sein Engagement in das Edelmetall auch eher als langfristige Versicherung gegen Turbulenzen am Kapitalmarkt verstehen.“
Im Rahmen des Goldbarometers wertet das Live-Monitoring von OPHIRUM und Civey die Antworten auf die Frage aus, wie hoch der Anteil derjenigen Anleger in der Gesamtbevölkerung ist, die in den jeweils vergangenen sechs Monaten physisches Gold in Form von Barren oder Münzen gekauft haben bzw. wie viele planen, in den kommenden sechs Monaten Gold zu kaufen. Dieselben Fragen stellt es denjenigen, die bereits Goldbesitzer sind. Demgegenüber stellt es die Zahlen derer, die zuletzt Gold verkauft haben bzw. die vorhaben, es in den nächsten sechs Monaten zu verkaufen.
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