J.P. Morgan Asset Management: In Schwellenländern Wachstumspotenzial trotz globaler Rezession
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Austin Forey verweist auf zwei strukturelle Argumente für Schwellenmarktaktien, die für die Dynamik der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung unverzichtbar sind: Infrastruktur und privater Konsum. Diese zwei Kernelemente verstärken sich gegenseitig, denn Infrastruktur in Form von Straßen, Flug- und Seehäfen, Kommunikations- netzen, Häusern, Schulen, Krankenhäusern, Fabriken und anderen städtischen Anlagen legt den Grundstein für die Verstädterung und die damit einher gehenden Produktivitätssteigerungen. Ehemals landwirtschaftlich geprägte Bevölkerungsschichten entwickeln sich in diesem Umfeld zu modernen Konsumenten, die den Wohlstand produzieren und konsumieren, der wiederum als Kapitalinvestition in weitere Infrastrukturmaßnahmen fließt. Dieser Vorgang unterscheidet sich laut Forey nicht vom Entwicklungsprozess, den die G7-Staaten in der Vergangenheit durchliefen – allerdings dauerte dieser Prozess von 1770 bis 1970 und umfasste somit rund zwei Jahrhunderte. Volatilität der Schwellenländer hat viele Ursachen Diese langfristigen Trends sind durch die 2008 eingetretenen Ereignisse keineswegs aufzuhalten: „Paradoxerweise stellte die Krise die Stärke der Globalisierung unter Beweis, indem sie den Mythos der ‚Abkopplung’ der Schwellenländer von den Industrie- nationen zerstörte“, erläutert Forey. Dass die Anlageklasse sich nun besonders zyklisch verhalte, sei dagegen nicht von der Hand zu weisen: Ihre Renditen reichen von plus 40 Prozent 2007 bis minus 54 Prozent 2008 – auf Länder- und Einzeltitelebene sei die Volatilität der Renditen sogar noch höher. Diese erhöhte Volatilität der Schwellenmarktaktien liegt einerseits daran, dass die politischen und aufsichtsrechtlichen Institutionen einiger Schwellenländer noch nicht völlig ausgereift sind. Andererseits treiben opportunistisch agierende ausländische und spekulative lokale Investoren die Volatilität. Dies ist auf die unzureichende Entwicklung der lokalen Finanzinstitutionen und auf den daraus resultierenden relativen Mangel an stabilem, langfristigem Kapital aus dem Inland zurückzuführen. Eine hohe Volatilität der Unternehmensgewinne beruhe nicht zuletzt auf der im Vergleich zu den G7-Nationen größeren Abhängigkeit von Rohstofferträgen, der häufig undurchsichtigen Corporate Governance und der stärkeren staatlichen Eingriffe in die Binnenmärkte. „Nicht alle Schwellenländer leiden unter diesen Einflüssen, doch alle sehen sich in stärkerem Maße als die G7-Staaten zumindest mit einigen dieser Probleme konfrontiert“, so Forey. Attraktive Bewertungen als Einstiegschance Für einen disziplinierten und langfristig orientierten Anleger finden sich auch in diesem turbulenten Umfeld Anlagechancen. Allerdings ist bei allen attraktiven langfristigen demografischen und ökonomischen Trends Schwellenmarktaktien zu be- rücksichtigen, dass Investoren nicht am BIP- oder Bevölkerungswachstum partizipieren, sondern am Gewinn und den Dividenden je Aktie. Folglich ist zu ermitteln, welche Vergütung Aktionäre erhalten und welchen Preis der Markt als Gegenleistung für diese Renditen verlangt. Noch vor zwölf Monaten waren die Investoren zur Zahlung eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von 15 und eines Kurs-Buchwert-Verhältnisses von 3 bereit. Es wurde erwartet, dass der Gewinn je Aktie wie in den drei vorausgegangenen Jahren weiterhin um 20 bis 30 Prozent wachsen würde. „Zum damaligen Zeitpunkt vertraten wir die Meinung, dass nur ein anhaltend kräftiges Gewinnwachstum die Bewertungen, die seit ihrem günstigen Niveau in 2005 so stark gestiegen waren, dass sie 2007 bestenfalls fair wirkten, rechtfertigen konnte. Wir sahen keinen Anlass zu einer negativeren Einschätzung, da es uns angesichts der robusten weltweiten Wirtschaftslage durchaus plausibel erschien, dass die Gewinne ihren Wachstumstrend fortsetzen würden. Tatsächlich fielen die Gewinne über das Jahr genommen aber um 7 Prozent, als die weltweite Krise immer weitere Kreise zog“, räumt Forey ein.
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Laut dem Experten scheint nun das Gegenteil zuzutreffen. Die Bewertungen sind niedrig, und von den Anlegern wird im Gegenzug für eine Dividendenrendite von 4 Prozent aktuell ein KGV von 8,1 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,4 verlangt. „Die Bewertung erscheinen heute aus historischer Sicht attraktiv: Während vor zwölf Monaten die Renditeerwartungen hoch und das Risiko gering waren, ist heute das Gegenteil der Fall. Natürlich sind die Konjunkturperspektiven derzeit deutlich schlechter als in der jüngsten Vergangenheit. Wir sollten uns anstelle von Unwägbarkeiten wie den Rohstoff- preisen und den Prognosen zum kurzfristigen BIP-Wachstum jedoch auf die wahrscheinlichen Auswirkungen der neuen wirtschaftlichen Bedingungen auf die Gewinne, Dividenden und Nettovermögenswerte konzentrieren, unterstreicht der Experte. Abwärtspotenzial für Rohstoffwährungen Das größte potenzielle Risiko sieht Forey allerdings derzeit nicht in kurzfristigen Gewinnschwankungen, sondern einer markanten Überbewertung der Währung, die auf Dollarbasis die Vermögenswerte durch einen sinkenden Wechselkurs oder Inflation schwächen würde. Die niedrigen Renditen, die globale Anleger in Schwellenmarktaktien in den 1990er-Jahren hinnehmen mussten, waren hauptsächlich auf die schlechte Währungsentwicklung gegenüber dem US-Dollar und nicht die schwachen Renditen in Lokalwährung zurückzuführen. Insbesondere für Rohstoffwährungen besteht aktuell deutliches Abwärtspotenzial gegenüber dem US-Dollar, nachdem sie bereits zu einer deutlichen Korrektur angesetzt haben. Chancen nutzen, wenn Angst vorherrscht Austin Forey ist dennoch überzeugt, dass Schwellenmarktaktien eine Beteiligung an den am schnellsten wachsenden Regionen der Welt bieten, die an den globalen Aktienmärkten nach wie vor stark unterrepräsentiert sind und zu den größten Nutz- nießern der Globalisierung gehören. Zwar unterliegen Firmen aus den Schwellenländern den gleichen zyklischen Herausforderungen wie Unternehmen aus den Industriestaaten – aber sie bieten höhere Renditen und Wachstumsraten bei einer geringeren Verschuldung. Zudem sind sie ideal aufgestellt, um von den Schlüsselthemen Infrastrukturinvesti- tionen und steigendem Binnenkonsum zu profitieren. „Auf lange Sicht könnte nur eines diesen Ausblick gefährden: eine Umkehr der Globalisierung und die Rückkehr zum eingeschränkten bilateralen Handel der 60er Jahre, zu Kapitalkontrollen und zum eingeschränkten Informationsaustausch vor Erfindung des Internets. Dies halten wir allerdings für unwahrscheinlich“, betont Forey. So ist denn auch sein Fazit: „Meine über 20-jährige Anlageerfahrung hat gezeigt, dass sich die besten Chancen dann bieten, wenn die Anlegerstimmung von Angst geprägt ist. Genau dieses Gefühl scheint zum Jahresauftakt 2009 unter den Anlegern vorzuherrschen.“ (1) Ertrag der-Schwellenländer-Aktien 1997: -13,0 Prozent; Ertrag der Globalen Aktien 1997: 14 Prozent, Ertrag der-Schwellenländer-Aktien 1998: -27,5 Prozent; Ertrag der Globalen Aktien 1998: 20 Prozent. JPMorgan Funds – Emerging Markets Equity Fund ISIN A (acc) USD: LU0210529656 / WKN A (acc) USD: A0DQHY ISIN A (acc) EUR: LU0217576759 / WKN A (acc) EUR: A0F6XF Auflegungsdatum: 13. April 1994 Fondsmanager: Austin Forey Vergleichsindex: MSCI Emerging Markets Total Return Net Fondsvolumen: 2,9 Milliarden US-Dollar (Stand: 31.12.2008) J.P. Morgan Asset Management hat bereits vor mehr als 35 Jahren die Chancen der Emerging Markets erkannt und ist damit ein Pionier der Anlage in Schwellenländer-Aktien. Heute umfasst das globale Schwellenländerteam der Gesellschaft über 50 Investment- spezialisten, die durchschnittlich über mehr als 12 Jahre Investment-Erfahrung verfügen. Neben Umfang und Vielfalt der Ressourcen ist das lokale Know-how der Länderspezialisten ein entscheidender Vorteil von J.P. Morgan Asset Management. Sie befinden sich rund um den Globus in den boomenden Volkswirtschaften vor Ort – von Buenos Aires bis Taipeh. Per 31. Dezember 2008 verwaltete dieses Team Vermögenswerte von insgesamt 12,1 Mrd. US-Dollar. Austin Forey, Managing Director, ist als Fondsmanager verantwortlich für aktiv verwaltete globale Schwellenländer-Portfolios. Seit 1988 ist er für J.P. Morgan Asset Management in London tätig, seine Rolle als Schwellenländer-Fondsmanager erfüllt er seit 1994. Zuvor arbeitete er für den britischen Markt als Leiter des UK Research. Austin Forey hält einen B.A. Abschluss und einen Doktorgrad (Ph.D.) in der Fachrichtung „Modern Languages“ der Cambridge University. Wichtige Informationen Die Einschätzungen, die in diesem Dokument vertreten werden, basieren auf Informationen von J.P. Morgan Asset Management per 12.02.2009. Die Einschätzungen sollen dabei nicht als Anlageempfehlung verstanden werden und können sich jederzeit ohne Ankündigung ändern. Alle Informationen basieren auf Quellen, die J.P. Morgan Asset Management als verlässlich betrachtet. J.P. Morgan Asset Management kann allerdings keine Garantie für die Richtigkeit übernehmen. Der Wert und die Rendite einer Investmentanlage können sowohl steigen als auch fallen. Eine positive Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine zukünftige positive Wertentwicklung, und Anleger erhalten u.U. nicht den investierten Betrag zurück. Anlagen in Fremdwährung können Währungsschwankungen unter- liegen und dadurch die Rendite positiv wie negativ beeinflussen. Alle Angaben beziehen sich auf die Anteilklasse A unserer Luxemburger SICAV. J.P. Morgan Asset Management veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen. Dies ist keine auf die individuellen Verhältnisse des Lesers abgestimmte Handlungsempfehlung. Informieren Sie sich stets vollständig im aktuellen Verkaufsprospekt. Zeichnungen und Anträge auf Rücknahme können nur auf Basis des aktuellen ausführlichen Verkaufsprospekts und des letzten Jahres- bzw. Halbjahresberichtes getätigt werden. Diese sind kostenlos erhältlich beim Herausgeber in Deutschland, JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, D-60311 Frankfurt, sowie der Zahl- u. Informationsstelle, J.P. Morgan AG, Junghofstraße 14, D-60311 Frankfurt oder bei Ihrem Finanzvermittler. Zum Unternehmen Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co. bietet J.P. Morgan Asset Management seinen Kunden erstklassige Investmentlösungen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Investmentgesellschaften und verwaltet in den Asset Management Fonds von JPMorgan Chase & Co. per 31. Dezember 2008 Kundengelder von über 1,13 Billionen US-Dollar. Mit 40 Niederlassungen weltweit verbindet J.P. Morgan Asset Management ein globales Angebot und eine breite Expertise in allen relevanten Assetklassen mit einer starken lokalen Präsenz. In Deutschland ist J.P. Morgan Asset Management seit 20 Jahren präsent und mit über 15 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften. www.jpmam.de Pressekontakt bei J.P. Morgan Asset Management Annabelle Unger, PR & Marketing Managerin Telefon: (069) 7124 22 75, Mobil: (0151) 55 03 17 11 E-Mail: annabelle.x.unger@jpmorgan.com Internet: www.jpmam.de/presse
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.