Capital | Die Märkte überstehen eine ereignisreiche Woche im Zeichen der Zentralbanken und der Geopolitik.
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de | Die Märkte gehen in einer vergleichsweise zuversichtlichen Stimmung ins Wochenende, auch wenn der Weg dorthin alles andere als reibungslos verlief. Die Anleger mussten in dieser Woche eine bemerkenswerte Abfolge von Zentralbankentscheidungen und geopolitischen Entwicklungen verarbeiten; letztlich blicken sie nun klarer auf die Lage als noch vor wenigen Tagen. Die wichtigste Entwicklung ist nach wie vor die Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den USA und dem Iran sowie die Wiederöffnung der Straße von Hormus, wodurch die Befürchtung eines lang anhaltenden Energieschocks drastisch abgenommen hat. Infolgedessen sind die Ölpreise weiter gesunken, was dazu beigetragen hat, einen Großteil der während des Konflikts entstandenen geopolitischen Risikoprämie abzubauen und die Sorgen vor einer weiteren massiven Inflationswelle zu zerstreuen.
Der Wandel an den Energiemärkten hat auch die Rhetorik der Zentralbanken beeinflusst. Zwar räumten die Federal Reserve, die EZB und die Bank of England ein, dass die Inflation weiterhin über dem Zielwert liegt, doch der Rückgang der Ölpreise hat den Druck zu weiteren Straffungsmaßnahmen etwas gemildert. Die erste Sitzung der Fed unter dem Vorsitz von Kevin Warsh wurde genau beobachtet; die Märkte reagierten letztlich beruhigt darauf, dass keine unmittelbaren Schritte in Richtung Zinserhöhungen eingeleitet wurden. Die Entscheidungsträger sind zwar weiterhin besorgt über die Inflation – insbesondere angesichts des zugrunde liegenden Preisdrucks infolge starker Arbeitsmärkte und KI-gestützter Investitionen –, doch der Tonfall war ausgewogener, als manche befürchtet hatten. Infolgedessen richten die Märkte ihr Augenmerk nun weniger auf eine unmittelbar bevorstehende Straffung der Geldpolitik als vielmehr auf die langfristige Zinsentwicklung.
Die Aktienmärkte haben positiv reagiert. Der Nasdaq und der S&P 500 haben einen Großteil der Verluste aus der Korrektur der vergangenen Woche wieder aufgeholt, während europäische Indizes wie der STOXX 600 nicht nur ihre Verluste wettgemacht, sondern sogar ihre Höchststände von vor Ausbruch des Konflikts übertroffen haben. Die aufgehellte Stimmung kam insbesondere Europa zugute, da die Region stärker von hohen Energiekosten betroffen war und somit überproportional vom jüngsten Rückgang der Ölpreise profitiert. Gleichzeitig bleiben die Themen Künstliche Intelligenz (KI) und Unternehmensgewinne zentrale Stützen für die Aktienmärkte – und das, obwohl Investoren weiterhin über die Auswirkungen einer länger anhaltenden Phase hoher Zinsen diskutieren. Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet der Devisenmarkt: Hier hat sich der US-Dollar trotz des verbesserten Risikoumfelds relativ behauptet. Starke US-Konjunkturdaten und die Erwartung, dass die US-Notenbank (Fed) ihren restriktiven Kurs womöglich beibehalten muss, haben den Dollar gestützt und Währungen wie das Britische Pfund und den Yen unter Druck gesetzt.
Mit Blick auf das bevorstehende Wochenende scheinen die Märkte zwar mit wiederhergestellter Risikobereitschaft, aber ohne Euphorie zu agieren. Die großen geopolitischen Risiken haben nachgelassen, die Unsicherheit hinsichtlich der Zentralbankpolitik ist zurückgegangen, und die Gewinnerwartungen bleiben robust. Dennoch liegt die Inflation weiterhin über dem Zielwert, und auch die Fragen zur Nachhaltigkeit des durch die KI-Entwicklung befeuerten Investitionsbooms sind nicht ausgeräumt. Das Ergebnis ist ein Markt, der ausgeglichener wirkt als noch vor einer Woche, aber dennoch höchst empfindlich auf eingehende Wirtschaftsdaten und geopolitische Schlagzeilen reagieren dürfte.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Capital.com) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Capital.com)
***
Hinweis:
Diese Nachricht stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Anlageberatung durch unsere Experten.
Wie funktioniert die "Investmaxx Anlageberatung"?
Das grösste Risiko bei der Geldanlage von Privatanlegern ist es, in drastisch überteuerte Investmentanlagen zu investieren, für die man später weniger Geld herausbekommt, als man selbst investiert hat. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatanleger gilt daher ein Erfolgsprinzip: Im Einkauf liegt der Erfolg, doch genau hier scheitern viele Anleger und steigen bei euphorischen Märkten zu teuer ein und verkaufen ihre Anlagen in Paniksituationen zu billig.
Die eigene "Psychologie von Gier und Angst" macht damit über 95% der Anleger oft einen Strich durch die Rendite der eigenen Geldanlage.
Das zweitgrösste Risiko für die eigene Geldanlage ist damit der Privatanleger selbst. Die INVEXTRA.COM AG setzt deswegen bei der Anlageberatung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, um aus überteuerten Sektoren auszusteigen und in günstiger bewertete Sektoren umzuschichten. Das Konzept wurde an der University of Michigan Business School (USA) von unserem Gründer, Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, entwickelt und erfolgreich 1996 in die Praxis umgesetzt. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
>>> Unsere Experten entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die in wachstumsstarke Sektoren investieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig aufzubauen, durch Risikomanagement die Stabilität und den Erhalt von Vermögen zu gewährleisten und vor Inflation zu schützen. >>> Mehr Infos dazu.
***
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.