Maverix | Deutsche Aktien: Die Hausse beruht nicht auf einer einzigen Erzählung
Serge Nussbaumer, Head Public Solutions und Kapitalmarktexperte bei Maverix Securities AG
Investmentfonds.de - Ein Indexhoch sagt wenig darüber aus, wie breit die Bewegung abgestützt ist. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Markt steigt, sondern auch, wer ihn trägt. Genau hier zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. In Deutschland sind es vor allem Industrie, Versicherer, Energietechnik, Software und Verteidigung.
Es zeigt, dass Anleger sehr selektiv vorgehen. Kapital fließt bevorzugt in Unternehmen mit hoher Ertragskraft, starken Bilanzen, strukturellem Wachstum und Preissetzungsmacht. Die aktuelle Hausse ist somit nicht schwach, aber anspruchsvoll. Sie verlangt eine präzise Analyse der Marktbreite, der Sektorführung und der regionalen Unterschiede.
Der DAX wird von mehreren strukturellen Stützen getragen: Industrieautomation, Elektrifizierung, Energietechnik, Versicherungen, Software, Verteidigung, Luftfahrt und ausgewählte Finanzwerte.
SAP ist und bleibt der wichtigste deutsche Technologietitel. Das Unternehmen profitiert von der Cloud-Migration, den Softwaremargen und dem Interesse an europäischen Qualitätswachstumswerten. Siemens und Siemens Energy stehen für Elektrifizierung, Automatisierung, Netzinfrastruktur und den globalen Investitionsbedarf in Energie- und Industrieanlagen. Die Allianz und Munich Re liefern Stabilität durch Kapitalerträge, Preissetzungsmacht und robuste Ausschüttungen. Rheinmetall und Airbus spiegeln den strukturellen Anstieg der europäischen Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben wider.
Diese Mischung ist von Vorteil. Die deutsche Hausse beruht nicht auf einer einzigen Erzählung. Sie wird von mehreren Themen getragen, die institutionelle Anleger wieder stärker nach Europa lenken: attraktivere Bewertungen im Vergleich zu den USA, fiskalische Impulse, Verteidigungsinvestitionen, Infrastrukturprogramme, die Energiewende und eine mögliche Währungsunterstützung für Exporteure.
Gleichzeitig darf der DAX nicht mit dem gesamten deutschen Aktienmarkt verwechselt werden. Die großen, international ausgerichteten Konzerne entwickeln sich deutlich besser als viele stärker binnenwirtschaftlich orientierte Titel. Deshalb sind MDAX und SDAX entscheidend, um die tatsächliche Marktbreite zu beurteilen. Gerade dort ist das Bild noch gemischt. Höhere Finanzierungskosten, eine schwache Binnenkonjunktur, Immobilienprobleme und Druck auf klassische Industrien bremsen weiterhin.
Die deutsche Marktlage ist somit positiv, aber selektiv. Die Führung liegt bei global wettbewerbsfähigen Qualitätsunternehmen und strukturellen Gewinnern. Eine nachhaltige Ausweitung auf Mid- und Small Caps wäre der nächste wichtige Bestätigungsschritt.
Gewinner und Nachzügler
Besonders stark sind derzeit jene Unternehmen, die von langfristigen Investitionszyklen profitieren. Dazu gehören die Bereiche Industrieautomation, Elektrifizierung, Energietechnik, Netzinfrastruktur, Verteidigung und Luftfahrt. Auch Versicherer bleiben gut unterstützt, da sie von soliden Kapitalerträgen, Preissetzungsmacht und stabilen Bilanzen profitieren.Schwieriger bleibt das Bild bei Automobilwerten. Die Branche steht durch China, Margenrisiken, Elektromobilität, hohe Investitionskosten und intensiveren Wettbewerb unter Druck. Einige Titel sind möglicherweise attraktiv bewertet, doch der Sektor benötigt klarere Signale für eine Stabilisierung der Margen und eine Belebung des Absatzes.
Auch Chemiewerte bleiben zyklisch belastet. Energiepreise, eine schwache globale Nachfrage, Überkapazitäten und Preisdruck wirken hier nach. Eine Erholung ist möglich, hängt jedoch stark von einer Verbesserung der Industrieproduktion und des globalen Handels ab.
Immobilienwerte bleiben zinssensitiv. Zwar haben viele Titel bereits erhebliche Anpassungen hinter sich, doch bleiben Refinanzierungskosten und Bewertungsfragen relevant. Der Sektor könnte bei fallenden Zinsen profitieren, er ist aber noch kein breit abgestützter Marktführer.
Damit bietet Deutschland für aktive Anleger ein interessantes Umfeld. Der Markt ist nicht homogen teuer. Er enthält strukturelle Gewinner, zyklische Nachzügler und mögliche Erholungskandidaten. Gerade diese Differenzierung macht den deutschen Aktienmarkt derzeit attraktiv.
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Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
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