Capital | Öl, Unternehmensgewinne und Zentralbanken
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de | Der Preis für Brent-Rohöl stieg wieder über 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Befürchtungen vor möglichen Störungen der globalen Energieversorgung verstärkt hatten. Berichte über Bedrohungen der Energieinfrastruktur und zunehmende Instabilität entlang wichtiger Schifffahrtsrouten haben die geopolitische Risikoprämie auf den Ölmärkten deutlich erhöht. Die Stimmung der Anleger wurde zudem durch anhaltende Unruhen im Roten Meer getrübt, wo Angriffe auf Handelsschiffe die Sorgen um den Welthandel und die Energiesicherheit weiter verschärft haben. Zusammen mit den Spannungen um die Straße von Hormus bestärken diese Entwicklungen die Annahme, dass die geopolitischen Risiken in absehbarer Zeit nicht nachlassen werden, was die Energiemärkte weiterhin angespannt und die Inflationsrisiken erhöht.
Dieses Umfeld gewinnt für die Zentralbanken zunehmend an Bedeutung. Die Europäische Zentralbank beließ die Zinsen in dieser Woche wie erwartet unverändert, räumte jedoch ein, dass die volle inflationswirksame Auswirkung des jüngsten Energieschocks erst noch bevorsteht. Zwar behielten die Währungshüter ihren Ansatz bei, von Sitzung zu Sitzung zu entscheiden, doch unterstrich die Erklärung den schwierigen Spagat, vor dem die Zentralbanken stehen. Das Wachstum in Europa ist nach wie vor fragil, doch drohen höhere Ölpreise die Rückkehr der Inflation zum Zielwert zu verzögern, was den Spielraum für eine geldpolitische Lockerung in naher Zukunft einschränkt. Auch die Lage in den USA ist komplex. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken auf den niedrigsten Stand seit 1969 und untermauerten damit die Einschätzung, dass sich der Arbeitsmarkt trotz des hohen Zinsniveaus als bemerkenswert widerstandsfähig erweist. Die robuste Beschäftigungslage stützt weiterhin die Verbraucherausgaben und die Gesamtwirtschaft, verschafft der Federal Reserve aber auch mehr Spielraum, die Geldpolitik restriktiv zu halten, sollte der Inflationsdruck anhalten. In Verbindung mit den steigenden Energiepreisen deuten diese Daten darauf hin, dass die Märkte bei der Erwartung einer raschen Wende hin zu einer lockereren Geldpolitik womöglich zu optimistisch waren.
Die Unternehmensgewinne stellten die Anleger erneut auf die Probe. Die Berichtssaison begann mit gemischten Ergebnissen der ersten großen Technologieunternehmen. Während Alphabet weiterhin eine starke Nachfrage nach seinen KI-bezogenen Geschäftsbereichen zeigte, konzentrierten sich die Anleger weiterhin auf die Beschleunigung der Investitionspläne. Tesla enttäuschte insgesamt und verstärkte die Befürchtungen, dass hohe Investitionsausgaben und eine sinkende Rentabilität die Bewertungen belasten könnten. Da KI nach wie vor das dominierende Anlagethema bleibt, werden die Märkte immer selektiver und belohnen eine gute Umsetzung, zeigen aber weniger Toleranz gegenüber höheren Ausgaben ohne einen klaren Weg zur Rendite.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Capital.com) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Capital.com)
***
Hinweis:
Diese Nachricht stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Anlageberatung durch unsere Experten.
Wie funktioniert die "Investmaxx Anlageberatung"?
Das grösste Risiko bei der Geldanlage von Privatanlegern ist es, in drastisch überteuerte Investmentanlagen zu investieren, für die man später weniger Geld herausbekommt, als man selbst investiert hat. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatanleger gilt daher ein Erfolgsprinzip: Im Einkauf liegt der Erfolg, doch genau hier scheitern viele Anleger und steigen bei euphorischen Märkten zu teuer ein und verkaufen ihre Anlagen in Paniksituationen zu billig.
Die eigene "Psychologie von Gier und Angst" macht damit über 95% der Anleger oft einen Strich durch die Rendite der eigenen Geldanlage.
Das zweitgrösste Risiko für die eigene Geldanlage ist damit der Privatanleger selbst. Die INVEXTRA.COM AG setzt deswegen bei der Anlageberatung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, um aus überteuerten Sektoren auszusteigen und in günstiger bewertete Sektoren umzuschichten. Das Konzept wurde an der University of Michigan Business School (USA) von unserem Gründer, Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, entwickelt und erfolgreich 1996 in die Praxis umgesetzt. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
>>> Unsere Experten entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die in wachstumsstarke Sektoren investieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig aufzubauen, durch Risikomanagement die Stabilität und den Erhalt von Vermögen zu gewährleisten und vor Inflation zu schützen. >>> Mehr Infos dazu.
***
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.
News zum Thema
Weitere News auswählen
Fonds suchen + kaufen
Die Fonds kann jeder selber aussuchen, das Depot direkt online eröffnen oder die Unterlagen per Post einreichen und anschließend mit dem Fondskauf starten. Wir bieten dazu eine umfangreiche Auswahl.
Fonds leicht erklärt
Ein Investmentfonds ist wie ein Korb voller Aktien, von denen jeder Anleger Anteile kaufen und verkaufen kann.