ETHENEA Independent | Der starke Euro zwingt die EZB zum Abwarten
Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A.
Investmentfonds.de - Munsbach, 03.02.2026 - Der Euro steht bei fast 1,20 Dollar – ein Niveau, das seit Juni 2021 nicht mehr erreicht wurde. Für die Europäische Zentralbank (EZB) sei das zwiespältig, so Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A.: Eine starke Währung dämpfe zwar die Inflation, belaste aber Exporteure und könne die Konjunkturerholung ausbremsen. Bei der Sitzung am 5. Februar 2026 erwartet Held dennoch, dass der Einlagensatz unverändert bei 2,0 Prozent bleiben wird – zum fünften Mal in Folge. Er argumentiert:
„Die Datenlage rechtfertigt eine Zinspause. Zum einen ist die Inflation im Dezember auf 1,9 Prozent gesunken und liegt damit erstmals seit Monaten wieder unter dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB. Zum anderen hat das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal mit 0,3 Prozent leicht positiv überrascht. Doch die Unsicherheit hat zugenommen, denn der Euro legte seit Dezember um circa drei Prozent zu, was zusätzlichen Deflationsdruck erzeugt. Hinzu kommen Zolldrohungen aus den USA und sinkende Importpreise aus China durch Überkapazitäten. Beides könnte die Inflation weiter nach unten drücken.
Was überwiegt: Rezessionsrisiken oder Inflationsgefahren im Dienstleistungssektor?
Gleichzeitig bleiben Inflationsrisiken bestehen. Die Dienstleistungsinflation verharrt bei 3,4 Prozent, und die Lohnentwicklung übertraf im dritten Quartal die Erwartungen, mit 4,0 Prozent im Jahresvergleich. Vor diesem Hintergrund sind die EZB-Ratsmitglieder gespalten: Während einige vor Rezessionsrisiken warnen und Spielraum für weitere Lockerungen sehen, betonen andere die hartnäckigen Preisrisiken im Dienstleistungssektor.
Damit rückt der Wechselkurs in den Fokus. Österreichs Notenbankchef Martin Kocher warnte bereits, dass eine weitere Euro-Aufwertung geldpolitische Reaktionen erforderlich machen könnte. Die Märkte haben reagiert: Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Sommer stieg von 15 auf 25 Prozent.
Die EZB hält sich alle Optionen offen und entscheidet datenabhängig von Sitzung zu Sitzung. Beim anstehenden Zinsentscheid ist zu erwarten, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigt, dass die Geldpolitik in einer guten Ausgangslage sei, die jedoch nicht festgeschrieben ist. Bis sich die Unsicherheit – sei es beim Handel oder beim Wechselkurs – klärt, bleibt der Einlagensatz bei 2,0 Prozent.“
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (ETHENEA Independent Investors S.A.). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (ETHENEA Independent Investors S.A.).
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