Capital | Die Volatilität an den globalen Märkten hält an
Kyle Rodda, Senior Finanzmarkt Analyst der Capital.com
Investmentfonds.de - Die Volatilität an den globalen Märkten hält an, über Nacht überwog jedoch tendenziell ein Risk-on-Umfeld. Technologiewerte führten die Erholung an und machten einen Teil der laufenden Rotation zwischen Tech- und zyklischen Aktien rückgängig, da Bewertungs- und ROI-Bedenken auf Anzeichen von Widerstandsfähigkeit des US- und globalen Wachstums treffen.
Das ROI-Thema rückte gestern Abend besonders in den Fokus, als Alphabet zusätzliche Schulden aufnahm und die Emission einer 100-jährigen Anleihe zur Finanzierung weiterer Investitionen ins Spiel brachte. Auch wenn dies die Erzählung einer möglichen Überinvestition nährt, vermochte die Nachricht die Rally bei Tech-Aktien kaum zu bremsen.
Der „Sell-America“-Trade lebte über Nacht wieder auf, nachdem bekannt wurde, dass die chinesische Regierung private Institutionen angewiesen hat, ihre Bestände an US-Staatsanleihen zu begrenzen. Dabei handelt es sich weniger um einen explizit geopolitischen Schritt, sondern um eine Maßnahme unter dem Vorbehalt, dass die jüngste US-Politik die Risiken von US-Vermögenswerten erhöht habe. Diese Dynamik trug zu einem erneuten Ausverkauf des US-Dollars bei und veranlasste Raphael Bostic, in einer Rede am Vorabend auf eine Erosion des Vertrauens in die Währung hinzuweisen.
Die Bewegung im Greenback war jedoch nicht ausschließlich ein „Sell America“. Der Yen legte zu, nachdem sich japanische Offizielle verbal einschalteten („Jawboning“), nachdem er zunächst nachgegeben hatte, als die Märkte den deutlichen Wahlsieg von Takaichi einpreisten. Das britische Pfund erholte sich, nachdem die Labour Party ihre Unterstützung für den unter Druck stehenden Premierminister Keir Starmer bekräftigte. Zudem gibt es Positionierungen im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten in dieser Woche: Kevin Hassett äußerte sich in einer Weise, die darauf hindeutet, dass die Märkte auf enttäuschende Non-Farm Payrolls für Januar vorbereitet werden.
Die Rohölpreise bleiben relativ volatil, da die geopolitischen Risiken im Nahen Osten weiter schwelen. Öl gab zunächst nach, nachdem auswärtige Signale auf konstruktive Gespräche zwischen den USA und dem Iran hindeuteten. Allerdings halten Gerüchte, wonach die USA und ihre Verbündeten die Evakuierung einiger Beamter anordnen, sowie die Meldung von gestern Abend, dass die USA Schiffe anweisen, die Straße von Hormus zu meiden, den Aufwärtsdruck auf die Preise aufrecht.
Die Märkte dürften angespannt bleiben, solange die Lage weiter köchelt. Jeder militärische Schlag hätte wahrscheinlich einen sprunghaften Anstieg der Ölpreise zur Folge – ebenso bei den Edelmetallen, die sich nach dem massiven Preiseinbruch vor etwas mehr als einer Woche weiter erholen, nicht zuletzt begünstigt durch den erneut aufgekommenen „Sell-America“-Trade.
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