PGIM | KI bringt neue Risiken an den Kreditmärkten
Edwin Wilches, Co-Head of Securitised Products bei PGIM
- KI zwingt Investoren, ihren Ansatz zu überdenken
Investmentfonds.de - Die rasante Entwicklung und Verbreitung künstlicher Intelligenz sorgt nicht nur für Volatilität an den Aktienmärkten, sondern wirkt sich zunehmend auch auf die Unternehmenskreditmärkte aus. Bei Instrumenten wie Collateralized Loan Obligations (CLOs), bei denen Unternehmenskredite den zugrunde liegenden Pool bilden, hat dies zu einer zunehmenden Preisstreuung bei CLO-Tranchen geführt. Diese Streuung ist auf Unterschiede im Branchenexposure der zugrunde liegenden Kredite zurückzuführen – nicht allein auf Software-Exposure –, weil technologische Veralterung mit zunehmender KI-Verbreitung stärker ins Gewicht fällt.
Während viele Investoren die Exponierung gegenüber Software als Näherungsgröße für das Risiko einer KI-bedingten Disruption nutzen, greift dieser Ansatz mitunter zu kurz. Dadurch können anfällige Teilsektoren in angrenzenden Branchen wie Unternehmensdienstleistungen und Gesundheitswesen übersehen werden, die ebenfalls von KI-getriebener Disruption betroffen sind. Im Durchschnitt sind etwa 11 % der US-amerikanischen CLO-Portfolios und 7 % der europäischen CLO-Portfolios kurzfristig KI-bedingten Disruptionsrisiken ausgesetzt, wobei dies je nach CLO-Manager erheblich variiert.
Dieser Druck spiegelt sich bereits in den Marktpreisen wider. Preisrückgänge bei Krediten mit KI-Exposure haben die Bewertungen von CLOs belastet, insbesondere bei den vorrangigeren Tranchen. In den USA ist die durchschnittliche Market Value Overcollateralization (MVOC) von BB-Tranchen auf rund 104 % gefallen. Das bedeutet, dass nur noch ein Puffer von etwa 4 % besteht, bevor das Risiko eines Kapitalverlusts entsteht. Gleichzeitig ist der Anteil der BB-Tranchen mit sehr geringen Puffern deutlich gestiegen: Rund 23 % verfügen über weniger als 3 % Schutz, und etwa 13 % zeigen aus Marktwertsicht bereits eine Kapitalbeeinträchtigung.
Während Junior-Tranchen weiterhin am stärksten der Volatilität der zugrunde liegenden Kredite ausgesetzt sind, blieben Senior-Tranchen weitgehend unbeeinträchtigt. Senior-Tranchen profitieren von erheblichen Credit-Enhancement-Mechanismen, einschließlich höherer Überbesicherung, der Nachrangigkeit nachgelagerter Tranchen und Excess Spread, die einen bedeutenden Puffer gegen Wertverluste der zugrunde liegenden Vermögenswerte bieten.
Wichtig ist, dass die Performance-Streuung zwischen den verschiedenen CLO-Strategien zunimmt. Die Ergebnisse werden nicht allein durch das gesamte Software-Exposure bestimmt, sondern auch durch die Auswahl der Emittenten, die Portfoliozusammensetzung und die Qualität des Underwritings. Einige Portfolios mit vergleichsweise geringem Softwareanteil haben aufgrund des Engagements in schwächeren Krediten dennoch schwächer abgeschnitten. Dies unterstreicht die zunehmende Bedeutung einer detaillierten Bottom-up-Analyse.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Fälligkeitsprofile der Kredite. In einigen Portfolios werden bis zu 50 % des Software-Exposures innerhalb der nächsten drei Jahre fällig. Dadurch steigt das Refinanzierungsrisiko in einem zunehmend selektiven Marktumfeld. Zugleich trägt dies zu Unterschieden in der Performance der CLO-Manager bei.
In Europa ist die Lage etwas weniger angespannt. Der Anteil an Software-Engagements ist geringer, und die Kredite weisen im Durchschnitt eine längere Laufzeit auf. Dennoch gibt es auch hier deutliche Unterschiede zwischen den Strategien. Zudem sind europäische Portfolios oft stärker konzentriert, wodurch einzelne Ausfälle stärker ins Gewicht fallen.
Für Investoren hat dies eine klare Konsequenz: Pauschale CLO-Investments reichen nicht mehr aus. Wer erfolgreich investieren will, muss genauer hinschauen und sein Portfolio auf eine fundierte Analyse sowie eine gründliche Auswahl stützen.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (PGIM). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (PGIM)
****
Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
>>> Spezialisierte Experten für Fonds und ETFs entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die auf wachstumsstarken Weltmärkten basieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig vor Krisen und Inflation zu schützen.
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.