Capital | Rohölpreise schnellen in die Höhe, da die Spannungen im Nahen Osten erneut eskalieren
Kyle Rodda, Senior Finanzmarkt Analyst der Capital.com
- Höhere Ölpreise tragen zu gestiegenen Erwartungen hinsichtlich US-Zinserhöhungen bei
Investmentfonds.de - Ein erneutes Aufflammen der Spannungen im Nahen Osten hat die globalen Märkte wieder verunsichert und zu einem Wiederanstieg der Risikoprämien für kriegsbedingte Unsicherheiten bei den Vermögenspreisen geführt. Die Rohölpreise zogen an, nachdem sich die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran fortsetzten und US-Präsident Donald Trump erklärte, der Waffenstillstand sei „vorbei“. Marktteilnehmer kennen dieses Szenario bereits und rechnen fast einhellig damit, dass es letztlich zu einem sogenannten „TACO“-Ereignis kommen wird. Dies gilt insbesondere angesichts steigender Ölpreise und einer zunehmenden Instabilität an den Aktienmärkten – auch wenn Präsident Trump der Aussicht auf höhere Ölpreise eine gewisse Gelassenheit entgegenbrachte. Dennoch hat die erneute Ungewissheit angesichts der Risiken für die weltweite Energieversorgung für neue Volatilität an den Märkten gesorgt.
Abgesehen von der reinen Risikoprämie könnte dieser Konflikt auch weitreichendere, grundlegende Folgen haben. Im Kern geht es bei der Eskalation um die Kontrolle der Straße von Hormus: um das Bestreben des Iran, zu diktieren, wer und was die Meerenge passiert – und zu welchem Preis dies künftig geschehen soll. Die militärischen Maßnahmen, mit denen der Iran seinen Anspruch durchzusetzen versucht, könnten den Schiffsverkehr auf dieser Wasserstraße behindern und die Normalisierung der weltweiten Energieversorgung verlangsamen. Noch wichtiger ist womöglich, dass die Entscheidung der USA, die Ausnahmeregelungen für iranische Ölverkäufe aufzuheben, die Erwartung zunichtemacht, wonach eine enorme Angebotsmenge eines der weltweit leistungsfähigsten Produzenten auf die Energiemärkte strömen würde. Dies bedeutet zumindest, dass die Ölpreise letztlich höher ausfallen könnten, als es sonst der Fall gewesen wäre.
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Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
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