Legg Mason-Tochter: Schwellenländer vor weiteren Währungsaufwertungen und höherer Volatilität
Diese Währungsaufwertungen können die Wettbewerbsfähigkeit aufstrebender Volkswirt- schaften in der Zukunft beeinträchtigen. Staaten wie Brasilien und Thailand haben diese Gefahr erkannt und bereits Kapitalbeschränkungen eingerichtet, um die massiven Kapitalzuflüsse einzudämmen. Andere Länder wie Chile, Peru und Südkorea kündigen an, dass in naher Zukunft die Möglichkeit von Devisenmarktinterventionen besteht, um die eigenen Währungen nicht noch weiter aufwerten zu lassen. Ob diese Maßnahmen erfolgreich sein werden, ist allerdings zweifelhaft. „Derartige Schritte haben sich in der Vergangenheit oft als teuer und ineffektiv erwiesen“, kommentiert Robert Abad, Senior Research Analyst bei Western Asset Management. „Wenn die Maßnahmen zur Anhäufung weiterer Fremdwährungsreserven führen, sorgt dies außerdem für politische Unruhe. Denn schon heute werfen Industrienationen den Schwellenländern eine absichtliche Schwächung ihrer Währungen vor. Hinzu kommt, dass etwa die USA mit ihren hohen Staatsschulden und der extrem lockeren Geldpolitik selber Zweifel an ihrer Finanzkraft und dem langfristigen Wert des US-Dollar nähren. Dies führt zu spekulativen Abflüssen bei US-Anlagen und einem extrem starken Anlegerinteresse bei Aktien, Anleihen und Währungen aus den Schwellenländern. Behalten die USA die quantitative Lockerung in der Geldpolitik bei, wird sich dieses Phänomen noch verstärken.“
Robert Abad erläutert weiter: „Es ist kaum damit zu rechnen, dass das Problem der Währungsaufwertungen in den Schwellenländern in naher Zukunft nachhaltig gelöst wird. Einseitige Kapitalbeschränkungen könnten vielmehr die Spannungen im globalen Handel weiter verstärken und dazu führen, dass an den Währungsmärkten die Volatilität zunimmt. Nur wenn die G-20-Staaten einvernehmliche Maßnahmen zum Abbau globaler Ungleichgewichte finden, könnte sich die Situation entspannen, doch ein solcher Konsens unter den führenden Volkswirtschaften scheint derzeit nicht in Sicht.“
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