Julius Bär | Don’t blame AI – Renditen von 5 % sind nicht auf KI-Emissionen zurückzuführen
Afonso Borges, Fixed Income Research bei Julius Bär
Investmentfonds.de - Die KI-bezogenen Unternehmensanleiheemissionen haben zugenommen und weisen eine nennenswerte Duration auf. Aber die Daten deuten darauf hin, dass sie beim Anstieg der Renditen langfristiger US-Staatsanleihen keine wesentliche Rolle gespielt haben.
- Stattdessen lässt sich der Ausverkauf unserer Ansicht nach besser durch höhere erwartete Leitzinsen und erneute Unsicherheit hinsichtlich der Reaktion der Fed auf die Inflation erklären. Swap-Spreads, die Nachfrage bei Auktionen und die Bewertungen entlang der Zinskurve zeigen dagegen kaum Anzeichen für eine breit angelegte, angebotsgetriebene Verwerfung.
- Das Angebot an Unternehmensanleihen ist gestiegen und macht seit Jahresbeginn 22,7 % der US-Anleiheemissionen aus, verglichen mit 18,9 % im vergangenen Jahrzehnt gemäß den neuesten Daten der Securities Industry and Financial Markets Association. Bekannterweise steht der KI-Investitionszyklus hinter diesem Anstieg.
- KI-bezogene Emissionen weisen eine längere Duration auf, da zur Finanzierung der Rechenzentrumsinfrastruktur lange Laufzeiten genutzt werden. So könnte man sich fragen, ob diese Mittelzuflüsse Druck auf die Renditen von US-Staatsanleihen ausüben, insbesondere am langen Ende der Kurve. Insgesamt scheinen die Auswirkungen aber eher zweitrangig zu sein.
- Erstens haben sich die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen im Vergleich zu Swaps im vergangenen Jahr um rund 10 Basispunkte erhöht. Zwar sind Swap-Spreads kein perfektes Maß, da sie auch das Angebot an US-Staatsanleihen, die Repo-Bedingungen und Bilanzbeschränkungen der Händler widerspiegeln.
- Zweitens führt unser Fair-Value-Modell für 10-jährige US-Staatsanleihen rund 90 % des Kursrückgangs von 70 Basispunkten seit Beginn des Iran-Kriegs auf den Anstieg des 1y1y-Overnight-Index-Swaps um 110 Basispunkte zurück – jene Variable, die wir zur Messung der geldpolitischen Erwartungen heranziehen.
- Drittens liegt die 10-jährige Laufzeitprämie (nach dem ACM-Modell) nur geringfügig über ihrem Einjahresdurchschnitt. Ein Großteil ihres Anstiegs erfolgte im Anschluss an die zweite Pressekonferenz von Kevin Warsh, da Fragen zur Reaktionsfunktion des Vorsitzenden und zum Inflationsrahmen das lange Ende belasteten.
- Viertens deuten die Auktionsergebnisse darauf hin, dass das Angebot an US-Staatsanleihen in den letzten Monaten im Allgemeinen gut angenommen wurde.
- Fünftens scheinen die Bewertungen am langen Ende der Kurve im Großen und Ganzen mit dem Niveau der kurzfristigen Zinsen übereinzustimmen: Die 10-Jahres-/30-Jahres-Kurve ist nur etwa 5 Basispunkte steiler als unsere Modellschätzung.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Julius Bär) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Julius Bär)
***
Hinweis:
Diese Nachricht stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Anlageberatung durch unsere Experten.
Wie funktioniert die "Investmaxx Anlageberatung"?
Das grösste Risiko bei der Geldanlage von Privatanlegern ist es, in drastisch überteuerte Investmentanlagen zu investieren, für die man später weniger Geld herausbekommt, als man selbst investiert hat. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatanleger gilt daher ein Erfolgsprinzip: Im Einkauf liegt der Erfolg, doch genau hier scheitern viele Anleger und steigen bei euphorischen Märkten zu teuer ein und verkaufen ihre Anlagen in Paniksituationen zu billig.
Die eigene "Psychologie von Gier und Angst" macht damit über 95% der Anleger oft einen Strich durch die Rendite der eigenen Geldanlage.
Das zweitgrösste Risiko für die eigene Geldanlage ist damit der Privatanleger selbst. Die INVEXTRA.COM AG setzt deswegen bei der Anlageberatung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, um aus überteuerten Sektoren auszusteigen und in günstiger bewertete Sektoren umzuschichten. Das Konzept wurde an der University of Michigan Business School (USA) von unserem Gründer, Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, entwickelt und erfolgreich 1996 in die Praxis umgesetzt. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
>>> Unsere Experten entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die in wachstumsstarke Sektoren investieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig aufzubauen, durch Risikomanagement die Stabilität und den Erhalt von Vermögen zu gewährleisten und vor Inflation zu schützen. >>> Mehr Infos dazu.
***
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.